Vor Klimakonferenz in Bonn: 25.000 Menschen auf der Straße

“What do we want? Climate Justice! When do we want it? Now“, fordern sie im Sprechchor. Vor der Weltklimakonferenz in Bonn haben rund 25.000 Menschen für den Klimaschutz demonstriert. Für sie steht fest: Um die Ziele von Paris einzuhalten, müssen CO2-Emissionen weltweit viel konsequenter reduziert werden – und Deutschland raus aus der Kohle.

Gabriele Terhorst vom Bund für Umwelt und Naturschutz war mit dabei und erklärt: „Wir müssen einfach von diesen CO2-Werten jetzt schnell runter und zumindest die alten Kohlekraftwerke abschalten. Das ist unser Wunsch.”

Den Temperaturanstieg bis Ende des Jahrhunderts unter zwei Grad halten – so das Ziel von Paris. Doch ohne die USA wird das schwierig. Für Präsident Trump ist der Klimawandel reine Erfindung, er hat das Abkommen aufgekündigt. Neue Richtlinien müssen her. Über diese wird ab Montag in Bonn diskutiert. 23.000 Teilnehmer aus 197 Ländern werden dabei sein. Auch eine US-Delegation.

Diese will in Deutschland ein klares Zeichen setzen, sagt Jennifer Morgan von Greenpeace International: „Wobei es bei dieser Konferenz eigentlich geht, ist, dass Gouverneure und Bürgermeister aus den Staaten nach Bonn kommen, um zu zeigen, dass die Trump-Regierung in Sachen Klima nicht für die ganzen USA steht.”

Dafür spricht auch der jüngst veröffentlichte US-Klimabericht. Laut ihm ist die Erderwärmung Realität, die größtenteils vom Menschen verursacht wird. Für die Zukunft sagt er „rekordbrechende Wetterextreme“ voraus.

Heute 25.000 in Bonn anlässlich #COP23 auf d Straße: RAUS AUS FOSSILER ENERGIE & REIN IN EINE GESUNDE,GERECHTE ZUKUNFT FÜR ALLE!

Jörg Farys pic.twitter.com/tAN2AOnHlf— GLOBAL 2000 (@global2000) 4. November 2017

#COP23 opens Monday. We need to accelerate action on climate change: https://t.co/u3Rloo2164 COP23 UNBonn BonnGlobal bmub #climateaction pic.twitter.com/g34Gnsqrl8— UN Climate Change (@UNFCCC) 5. November 2017