Vonovia will österreichischen Wohnungskonzern Buwog übernehmen

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Deutschlands größter Wohnungskonzern Vonovia will das österreichische Wohnungsunternehmen Buwog für mehr als fünf Milliarden Euro übernehmen. Die Vorstände beider Unternehmen hätten sich bereits geeinigt, teilten Vonovia und Buwog am Montag mit. Demnach bietet Vonovia einen Aufschlag von 18 Prozent auf den letzten Kurs der Buwog-Aktien vom Freitag und bewertet die Österreicher mit 5,2 Milliarden Euro. Durch die Übernahme sollen 30 Millionen Euro im Jahr eingespart werden.

Vonovias Vorstandsvorsitzender Rolf Buch erklärte: "Die Wohnungsbestände in Deutschland und Österreich ergänzen sich sehr gut." Vonovia hat rund 350.000 Wohnungen im Besitz, die Buwog rund 49.000 Wohnungen.

Im Februar 2018 will Vonovia voraussichtlich ein offizielles Angebot vorlegen, dem mindestens die Hälfte der Buwog-Aktionäre zustimmen muss. Dann müssen noch die Kartellbehörden in Deutschland und Österreich die Übernahme prüfen.

Vonovia war aus der Fusion von Deutsche Annington und Gagfah hervorgegangen. Die Immobiliengesellschaft war im September 2015 in den Deutschen Aktienindex (Dax) der 30 größten börsennotierten Unternehmen aufgenommen worden. 2016 war eine feindlichen Übernahme des größten Konkurrenten Deutsche Wohnen für rund 14 Milliarden Euro gescheitert.