Volvo-Chef: So einfach wird sich das Ladesäulen-Problem für E-Autos lösen

Jonas Lotz
Volvo-Chef Hakan Samuelsson hat eine pragmatische Lösung für das Ladesäulen-Problem im E-Auto-Sektor

Ab 2030 wollen die Bundesländer keine Autos mit Verbrennungsmotoren mehr zulassen. So soll die Energiewende auch im Mobilitätssektor weitergeführt werden.

Bis dahin sollte allerdings ein großes Problem der Elektromobilität gelöst werden: Im Gegensatz zu den klassischen Verbrennungsmotoren lassen sich Elektroautos nicht einfach an einer Tankstelle mit Treibstoff befüllen, sie müssen über einen längeren Zeitraum aufgeladen werden. Und auch an diesen Ladestationen mangelt es momentan noch.Von einem flächendeckenden Netz, wie es momentan Tankstellen gibt, können E-Autofahrer derzeit nur träumen.

„Es wäre verantwortungslos, wenn wir auf diesen Sinneswandel nicht reagieren würden

Viel früher als 2030 will der schwedische Autohersteller Volvo die Energiewende im eigenen Haus schaffen. Schon ab 2019 will man nur noch Hybrid- und Elekroautos auf den Markt bringen. Im Interview mit dem „Handelsblatt“ sagt Volvo-Chef Håkan Samuelsson, der Elektromobilität gehöre die Zukunft: „Der Schutz der Umwelt hat enorm an Bedeutung gewonnen. In Zukunft wid es nicht so cool sein, ein Auto mit 1.000 PS vor der Garage stehen zu haben. Es wäre verantwortungslos, wenn wir auf diesen Sinneswandel nicht reagieren würden.“

Bei dem Problem der Ladeinfrastruktur setzt Samuelsson auf die Marktwirtschaft. Er sei zuversichtlich, dass sich das Defizit zügig beseitigen lasse: „Es werden sich Unternehmen finden, die das Geschäft übernehmen, wenn wir genug Autos auf den Straßen haben. Unterschätzen sie nicht die Leistung unserer Marktwirtschaft.“ 

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