Volleyball-EM: Schotts Reise in das Land der Euphorie

Ruben Schott trifft mit Deutschland in der EM-Vorrunde in Stettin am Freitag zunächst auf den Olympia-Zweiten Italien

Danzig/Berlin.  Ruben Schott hat die erste Überraschung bei der Volleyball-Europameisterschaft schon hinter sich: "Am Dienstag kam ein Fan zum Training und wollte Autogramme haben. Das gibt es in Deutschland nicht", erzählt der 23-Jährige. Während seine ehemaligen Kollegen der BR Volleys in dieser Woche in die Saisonvorbereitung starteten, spielt der Berliner in Polen seine erste EM.

Das Land gilt als volleyballverrückt. Das Eröffnungsspiel gegen Serbien besuchten am Donnerstag 65.000 Zuschauer im Stadion in Warschau. Schott würde in Deutschland auch gern eine Volleyball-Euphorie entfachen, so wie es den deutschen Männern 2014 gelang, als sie unter Vital Heynen bei der WM – ebenfalls in Polen – die Bronzemedaille gewannen. Schott verfolgte die Spiele damals im Internet-Stream, während er mit der Junioren-Auswahl unterwegs war. Inzwischen liegt der Außenangreifer mit 38 Länderspielen schon fast im Durchschnitt der jungen deutschen Mannschaft. Der neue Bundestrainer Andrea Giani hat einiges zu tun, sowohl den Generationswechsel im Team als auch seine Philosophie mit den Zielen des Verbandes in Einklang zu bringen. Zuletzt erlebte er einen historischen Misserfolg: Die deutschen Männer verpassten die Qualifikation für die nächste WM – zum ersten Mal seit 2002. "Da haben wir ganz schön die Köpfe hängen gelassen", gibt Schott zu.

Deutschland scheiterte an der Auswahl Belgiens, die Heynen seit dieser Saison betreut. Da war es sicherlich kein Zufall, dass Giani ausgerechnet dieses Team für das letzte ...

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