Volleyball: Der "Donner von Berlin" glänzt bei der Volleyball-EM

Marie Schölzel spielte für den VC Olympia

BERLIN.  Die Volleyball-Europameisterschaft begann für Marie Schölzel auf der Bank. Die 20 Jahre alte Berlinerin ist die Jüngste in der Nationalmannschaft. In Baku erlebt sie ihre erste EM, da ist es nur angemessen, den erfahreneren Spielerinnen den Vortritt zu lassen.

Allzu lange konnte Bundestrainer Felix Koslowski dann aber nicht auf die 1,90 Meter große Mittelblockerin verzichten: Nach den ersten zwei Sätzen im Auftaktspiel gegen Polen holte er Schölzel aufs Feld, seitdem stand die Berlinerin, die von der SG Rotation Prenzlauer Berg über die Nachwuchsschmiede VC Olympia zum Deutschen Meister Schweriner SC gelangte, durchweg auf dem Feld.

Schneller Angriff bringt viele Spielanteile

Im Viertelfinale, das die deutschen Frauen an diesem Freitag gegen Gastgeber Aserbaidschan bestreiten (16 Uhr, Sport1), sind Schölzels Qualitäten wieder gefragt. "Ich freue mich riesig, dass ich so viele Spielanteile bekomme", sagt sie. Einen Grund dafür sieht Nachwuchs-Bundestrainer Jens Tietböhl in ihrem Angriff. Er hat Schölzel in ihren vier Jahren beim VC Olympia in Berlin betreut.

Die Qualität im Angriff ist auch dem ehemaligen Bundestrainer Luciano Pedullá aufgefallen, der Schölzel den Spitznamen "Thunder of Berlin" verpasste – der "Donner von Berlin". "Das war wegen des schnellen Angriffs, aber auch, weil ich ein bisschen wild war", sagt Schölzel lachend.

Traumkarriere von der Bezirksklasse zur EM

Unter dem Italiener gab die Berlinerin 2015 ihr Debüt, inzwischen ist sie aus der Nationalmannschaft nicht ...

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