Unter vollen Segeln gegen Plastikmüll: Diese Schiff reinigt die Ozeane

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Dieses riesige Hybrid-Segelschiff soll den Kampf gegen die Plastikverschmutzung in unseren Ozeanen aufnehmen.

Manta by SeaCleaners ist das erste Schiff seiner Art. Es wurde entworfen, um Plastikmüll aus verschmutzten Gewässern entlang der Küsten und in Flussmündungen zu sammeln, zu verarbeiten und einer neuen Bestimmung zuzuführen.

Dabei ist auch das Schiff selbst umweltfreundlich, denn es nutzt in erster Linie erneuerbare Energie. Es ist hochseetauglich und kann in dringlichen Fällen schnell Ozeane überqueren, um in ein entsprechendes Einsatzgebiet zu gelangen.

Die Manta soll 2024 vom Stapel laufen und wird 75 Prozent seiner Zeit autonom ohne fossile Brennstoffe fortbewegen. Das Schiff soll imstande sein, zwischen 5 und 10 Tonnen Müll pro Jahr zu sammeln.

Auch Mikroplastik kann aufgespürt und aus bis zu einem Meter Tiefe aufgenommen werden. Abhängig davon, wie intensiv das jeweilige Gewässer verschmutzt ist, kann der Katamaran bis zu 3 Tonnen pro Stunde sammeln.

Der Hybridantrieb macht das Schiff rund um die Uhr einsatzbereit.

An Bord befinden sich mehrere Sammelsysteme, darunter Förderbänder, die das Plastik aus dem Ozean ins Boot befördern, drei schwimmende Systeme, die treibenden Müll von der Oberfläche sammeln, zwei kleine vielseitig einsetzbare Flöße, die dort zum Einsatz kommen, wo der große Katamaran nicht navigieren kann, und zwei seitliche Kräne, die größere Teile aus dem Wasser heben.

Der erste Einsatz soll den Entwicklern zufolge unter der Leitung von Firmengründer Yvan Bourgnon in Südostasien stattfinden. Anschließend segelt die Manta nach Afrika und Südamerika, kann aber jederzeit vorübergehend bei Naturkatastrophen oder klimabedingten Notfällen eingesetzt werden.

Das Projekt verarbeitet 100% des gesammelten Plastikmülls, die Vorbereitung dauerte drei Jahre.

On Bord befindet sich eine Fabrik, die den gesammelten Müll sortiert und behandelt. Eine Energiewandler-Einheit wandelt das Plastik mit minimalem ökologischen Fußabdruck um. An Bord wird Energie aus einer Kombination aus Windrädern, Wassergeneratoren und Solarzellen gewonnen.

Das Schiff bietet 22 Besatzungmitgliedern und 12 Passagieren Platz, darunter sind auch Forscher und Wissenschaftler.

Nach drei Wochen auf See soll die Manta in Küstenstädten die Bevölkerung über die Verschmutzung der Meere aufklären. Besucher sind an Bord willkommen, um mehr über die Arbeit des Schiffs zu lernen.

So liefert die Manta nicht nur Lösungen für ein weltweites Plastikproblem, sie ist auch als Botschafterin für die Wiederherstellung der maritimen Ökosysteme und für innovative Plastik-Technologien unterwegs.