Volle Keller und Küchen: Kölner Gastronomen und Händler kämpfen gegen Wassermassen

Ein Spiel- und Geschenkeladen in Zollstock muss vorerst schließen.

Überflutete Straßen und vollgelaufene Keller – heftige Gewitter und starker Regen haben am Nachmittag einige Kölner Gastronomen und Händler hart getroffen.

Alexander Manek, Inhaber des Unkelbach in Sülz, nahm es mit Humor. Auf Facebook veröffentlichte er ein Video aus der Küche seiner Kneipe. „Im singing in the rain...“ schrieb er dazu. Im Video läuft das Wasser durch die Decke, zig Eimer und Töpfe stehen auf dem Boden und den Anrichten und fangen es auf.

Geschlossen hat das Unkelbach aber nicht. Gegen 19 Uhr postete Manek ein Foto auf Facebook. Zu diesem Zeitpunkt saßen schon wieder Gäste auf der Terasse.

Manek sagte gegenüber dem Kölner Stadt-Anzeiger: „Völlig überraschend drangen die Wassermassen in die Küche ein. Jede Hand war gefordert, um das Essen zu retten. Natürlich musste aus Sicherheitsgründen sofort jegliche Elektrik runtergefahren werden. Im Ergebnis gab es bis eben nur kalte und keine warme Küche mehr. Hier war dennoch die Stimmung super: Jeder hat mit angepackt und die Gäste waren auch super-verständnisvoll.“

Keine Chance gegen Regenguss im Marienbild

Auch im Brauhaus Marienbild an der Aachener Straße bahnte sich der Regen seinen Weg. Inhaber Matthias Kolvenbach und seine Leute waren machtlos. Zu einem Video aus seinem Laden schrieb er: „Der sinnlose Kampf gegen die Naturgewalten.“

Karnevalsware ging ungewollt schwimmen

Die Feuerwehren in und um Köln waren dauerhaft im Einsatz. Sie wurden zu etwa 550 Einsätzen gerufen. Kein Wunder also, dass Silke Siegenbruck niemanden erreichte. In ihrem Spiel- und Geschenkeladen in Zollstock am Höninger Weg tropfe es von der Decke, der Keller mit der Karnevalsware lief voll. Etwa 15 cm hoch stand das Wasser.

Sie wird ihren Laden in den kommenden Tagen nicht öffnen können. „Ich muss den jetzt erst einmal reinigen und trocknen.“ Immerhin weiß die vom Unwetter jäh überraschte Ladenbesitzerin nun, dass sie auf ihre Freunde und Nachbarn zählen kann. „Zur Belohnung gab es für die Helfer am Ende ein Fässchen Kölsch“, sagte sie. (red)

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