Volkswagen stellt konzerneigene Zulieferwerke neu auf

dpa-AFX

WOLFSBURG (dpa-AFX) - Der VW -Konzern bündelt seine hausinternen Zuliefer- und Komponentenwerke. Dazu schafft die Unternehmensgruppe eine neue, markenübergreifende Sparte "Konzern Komponente". Darin würden weltweit 56 Fabriken etwa für Getriebe, Motoren und Fahrwerkeelemente mit rund 80 000 Beschäftigten zusammengefasst, teilte Volkswagen am Mittwoch mit. Zuvor hatte das "Handelsblatt" darüber berichtet.

Ziel sei eine effizientere Ausrichtung des internen Geschäfts mit Bauteilen, die auch in Modellen von VW-Töchtern Verwendung finden. Zudem soll der Wandel zur E-Mobilität konzernweit vorangetrieben werden. Nach Informationen aus VW-Kreisen wird die neue Einheit keine eigene Rechtsform erhalten, auch seien weder ein Verkauf noch ein Börsengang geplant. Alle Beschäftigten behielten ihre Verträge. Geleitet werden soll die Sparte von Thomas Schmall, der bisher das Zuliefergeschäft bei der Hauptmarke Volkswagen-Pkw führte.

Bereits bei der Vorstellung der Zukunftsstrategie vor über einem Jahr hatte VW-Konzernchef Matthias Müller angekündigt, das Komponentengeschäft neu ausrichten zu wollen. "Wenn Sie so wollen, haben wir einen der größten Automobilzulieferer der Welt unter unserem Dach", sagte er damals. Künftig soll vor allem Doppelarbeit vermieden werden. Bisher waren die Komponentenwerke den jeweiligen Konzernmarken zugeordnet, lieferten aber auch anderen Marken zu.