VW ist mit einem satten Absatzplus ins neue Jahr gestartet. Der Konzern liefert rund zehn Prozent mehr Autos aus als im Vorjahr.

VW ist mit einem satten Absatzplus ins neue Jahr gestartet. Der Konzern liefert rund zehn Prozent mehr Autos aus als im Vorjahr.


Kräftige Absatzzuwächse in China, Südamerika und Osteuropa haben bei Volkswagen für einen schwungvollen Jahresstart gesorgt. Im Januar brachte der Konzern weltweit mit 898.700 Fahrzeugen zehn Prozent mehr zu den Kunden als vor Jahresfrist. „Das ist der beste Jahresstart in der Geschichte des Volkswagen-Konzerns“, sagte Vertriebsleiter Fred Kappler am Freitag.

Der Wolfsburger Autokonzern knüpft damit an seine gute Verkaufsentwicklung von Ende vergangenen Jahres an. Auch schon im November und Dezember hatte Volkswagen Rekordergebnisse erzielt. Für das gesamte Jahr 2017 hatte es Volkswagen geschafft, seinen ersten Rang als weltgrößter Automobilhersteller vor dem japanischen Konkurrenten Toyota zu behaupten. Außerhalb Deutschlands spielt die Dieselaffäre kaum noch eine Rolle. Der Abgasskandal aus dem Jahr 2015 belastet den Konzern also kaum noch.

Besonders stark legten die Auslieferungen in Brasilien mit plus 45,5 Prozent und Russland mit 20,8 Prozent zu. In beiden Ländern war der Pkw-Absatz in den vergangenen Jahren geschrumpft und erholt sich nun. Auf ihrem größten Markt in China steigerten sich die Niedersachsen um 15,9 Prozent.


In den USA steigerte Volkswagen den Absatz um 6,7 Prozent. In Westeuropa rollten knapp fünf Prozent mehr Fahrzeuge zu den Kunden, in Deutschland waren es 7,4 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Unter den Pkw-Marken legten Audi und Seat mit Zuwächsen jeweils über einem Fünftel am stärksten zu. Die Hauptmarke VW lieferte 7,1 Prozent mehr aus, Skoda steigerte sich um fast elf Prozent und Porsche verkaufte zwölf Prozent mehr. Während die Transporter-Sparte eine leichten Verkaufsrückgang verbuchte, legten die beiden Lkw-Töchter MAN und Scania jeweils um rund 30 Prozent zu.

Kann der VW-Konzern diese Zuwächse das gesamte Jahr über halten, wird Volkswagen einen weiteren Verkaufsrekord erreichen und wird erstmals mehr als elf Millionen Fahrzeuge absetzen.

Die Marke Volkswagen hat es im Januar sogar geschafft, auf dem weiterhin vom Dieselskandal geprägten deutschen Markt aus dem bisherigen Minus einen Zuwachs zu machen. Dabei hat insbesondere die Umtauschprämie für ältere Diesel-Autos dem Absatz der Marke Volkswagen im Januar in Deutschland auf die Sprünge geholfen.


Die Zahl der Auslieferungen habe im vergangenen Monat auf dem Heimatmarkt mit 43.300 gut zwölf Prozent über dem Vorjahreswert gelegen, teilte der Autohersteller mit. „Unter anderem hat die Umweltprämie zu diesem Ergebnis beigetragen“, hieß es dazu. Weltweit kletterte der Absatz der Kernmarke VW auf 533.500 Fahrzeuge.

Die deutschen Autohersteller hatten nach dem ersten Diesel-Gipfel mit der Bundesregierung im August die Prämien angeboten, um ältere Diesel-Modelle mit höheren Abgasemissionen aus dem Verkehr zu ziehen. Die Marke Volkswagen bietet je nach neuem Modell zwischen 2000 und 10.000 Euro Preisnachlass an.

Die Umweltprämie soll es in Deutschland zunächst bis März geben. Am größten Einzelmarkt China erzielte die Marke VW im Januar ein Absatzplus von fast zehn Prozent auf knapp 297.000 Neuwagen.

Die tschechische Volkswagen-Tochter Skoda knüpft ebenfalls nahtlos an das Rekordergebnis des vergangenen Jahres an: Im Januar lieferte das Unternehmen aus Mlada Boleslav unweit von Prag weltweit 103.800 Fahrzeuge an Kunden aus, 10,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum (Januar 2017: 93.800) und so viel wie noch in keinem Januar zuvor.

Besonders nachgefragt waren Skoda-Modelle in Europa (plus 13,7 Prozent), Russland (plus 26) und Indien (plus 13,8). Die neuen SUV-Modelle Kodiaq und Karoq haben wesentlich zum Verkaufserfolg der tschechische Volkswagen-Tochter beigetragen.