Volkswagen: Politik setzt 'starkes Signal' für Wandel der Autobranche

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WOLFSBURG/BERLIN (dpa-AFX) - Die beim "Autogipfel" vereinbarte Verlängerung der Kaufprämien für E-Fahrzeuge und das Abwrackprogramm für ältere Lastwagen könnten nach Ansicht von Volkswagen <DE0007664039> den Wandel der deutschen Kernbranche entscheidend voranbringen. Der Konzern sprach am Dienstagabend von einem "starken Signal", das "politischen Gestaltungswillen" zeige. Die beschlossenen Maßnahmen dürften "den Hochlauf der Elektromobilität weiter forcieren". Dadurch werde der Übergang in einen klimaschonenderen Autoverkehr erleichtert.

Als zentralen Schritt wertet VW <DE0007664039>, dass ein schnellerer Ladenetz-Ausbau angestrebt werde - zuletzt war die Nachfrage nach E-Autos durch die bereits im Sommer erhöhten Kaufprämien gewachsen, es gibt in vielen Regionen aber großen Nachholbedarf bei den Lademöglichkeiten. Hier bemühe sich der Bund nun, "das nötige Vertrauen bei den Kunden für den einfachen und problemlosen Umstieg auf E-Mobilität" zu erhöhen. An den eigenen VW-Standorten habe man 1200 Ladepunkte eingerichtet.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil, der als Vertreter des VW-Stammlandes im Aufsichtsrat des Autobauers sitzt, begrüßte die Beschlüsse der "Konzertierten Aktion Mobilität". Deren Umsetzung müsse nun aber entschlossen angegangen werden. "Es muss vor allem darum gehen, dass jetzt sehr zeitnah die Ladeinfrastruktur weiter ausgebaut wird, und zwar orientiert an zukünftigen Bedarfen", sagte der SPD-Politiker.

Der Autoabsatz ist durch die Corona-Krise weiter schwach, dazu kommt der teure Umbruch zu neuen Antrieben und Digitalisierung. Zuschüsse für den Kauf von E-Autos werden bis Ende 2025 verlängert.