Volkswagen und japanischer Lkw-Bauer Hino Motors planen Kooperation


Während der VW-Konzern vor dem größten personellen Umbruch der vergangenen Jahre steht, arbeitet Nutzfahrzeugvorstand Andreas Renschler bereits an neuen Allianzen. Fernab der Zentrale kündigte er in Tokio an, mit der Toyota-Truck-Tochter Hino Verhandlungen um eine umfassende Kooperation zu beginnen. Toyota besitzt 51 Prozent der Anteile an Hino.

Technisch geht es um eine Zusammenarbeit bei konventionellen Antrieben, Hybridtechnik, Elektro-Trucks, der andauernden Internetverbindung der Laster und autonomen Fahrtechniken, sagte Renschler. Auf der Ebene der Organisationen läge das größte Potenzial im gemeinsamen Einkauf. Hino-Chef Yoshio Shimo ergänzte, dass es darüber hinaus auch um die Ergänzung der Produktlinien in den verschiedenen Regionen ginge.

Alle Bereiche seien für das andere Unternehmen offen, betonte Renschler. „Zusammen mit den Stärken von Hino haben wir das Potenzial, viel schneller als bisher zu sein“, begründete Renschler den Deal. Dies wäre für beide Firmen ein Wettbewerbsvorteil.


Die Gespräche hätten voriges Jahr begonnen, erklärte Renschler. Nun nach der Unterzeichnung der Rahmenvereinbarung könnten die eigentlichen Verhandlungen beginnen. „Die Arbeit beginnt jetzt“, so Renschler. Einen genauen Zeitrahmen nannte er nicht. Aber versprach, dass beide Seiten würden versuchen, die Allianz sehr schnell zu verwirklichen.

Während Volkswagen mit seinen Marken MAN und Scania in Europa stark aufgestellt ist, gehört Hino in Asien zu den führenden Anbietern. Vor dem geplanten Börsengang des VW-Nutzfahrzeuggeschäfts unterstreicht Renschler damit die globalen Ambitionen seiner „Truck & Bus“-Sparte.