"Volkstrauertag": BVB-Ikone Dickel erinnert an Klopps Abgang

Tobias Holtkamp, Tobias Wiltschek

In der Rangliste der beliebtesten BVB-Spieler aller Zeiten nimmt Norbert Dickel einen Platz in der Spitzengruppe ein.

Der Pokalheld aus dem Finale 1989 musste seine Karriere aufgrund einer schweren Verletzung zwar wenig später beenden, genießt aber weiterhin absoluten Kultstatus bei den Fans des BVB, für den er bis heute als Stadionsprecher und Kommentator des BVB-Netradios arbeitet.


Er hat in seiner langen Dortmunder Laufbahn, auf und neben dem Platz, viele großartige Spieler und Trainer kommen und gehen sehen. Einer aber hat nicht nur bei ihm, sondern auch im gesamten Verein einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen: Jürgen Klopp.

Dickel ist Klopp jetzt noch dankbar

"Das war ein Volkstrauertag in Dortmund und für alle Beteiligten schlimm. Man sieht ja, was er aus einem Verein machen kann", erinnert sich der heute 58-Jährige im SPORT1-Podcast "Lieber Fußball" an den Tag, an dem der Erfolgstrainer den Klub verließ. 

Jetzt das aktuelle Trikot von Borussia Dortmund bestellen - hier geht's zum Shop! | ANZEIGE

"Wir können jetzt noch dankbar sein, denn er hat Borussia Dortmund mit seiner Art und Weise auf der ganzen Welt bekannt, berühmt und beliebt gemacht", fährt Dickel fort: "Mit Kloppo haben wir Titel geholt, das bleibt im Kopf hängen. Die meisten Dortmunder, die ich kenne, schauen inzwischen auch Liverpool."

Die komplette Folge "Lieber Fußball" mit Norbert Dickel auf SPORT1, Spotify, Apple Podcast und überall, wo es Podcasts gibt!

Klopp führte den BVB zu zwei Meistertiteln, einem DFB-Pokalsieg und dem ersten Double der Vereinsgeschichte. In dieser Spielzeit könnte er einen weiteren Meilenstein seiner Trainerkarriere erreichen, indem er Liverpool ein Jahr nach dem Champions-League-Triumph zur Meisterschaft in der Premier League führt. Es wäre der erste für die Reds seit 30 Jahren! 13 Spieltage vor Schluss beträgt Liverpools Vorsprung 22 Punkte.

Dickel: "Haaland ist ein besonderer Stürmer"

Noch haben auch die Dortmunder die Möglichkeit, Meister zu werden. Als Tabellendritter haben sie nur drei Punkte weniger auf dem Konto als Spitzenreiter FC Bayern. Die Zuversicht, den Rekordmeister diesmal hinter sich zu lassen, ist seit der Ankunft von Erling Haaland noch einmal gestiegen.

Der Norweger erzielte in seinen ersten vier Pflichtspielen für seinen neuen Verein unglaubliche acht Tore. Auch Dickel ist von der Urgewalt des neuen Angreifers fasziniert. "Erling Haaland ist ein besonderer Stürmer. Wenn der auf den Platz kommt, merkst du, da passiert etwas. Das tut der Mannschaft wahnsinnig gut. Haaland nimmt einfach den Ball und will Tore schießen", sagt Dickel: "Der steht morgens auf und will ein Tor schießen. Genau so einen Stürmer haben wir gebraucht."


Dickel mag Haaland auch deswegen, weil er für den BVB wohl auch auf ein nettes Sümmchen Geld verzichtet hat. "Wenn es Haaland nur ums Geld gegangen wäre, wäre er sicherlich nach England gegangen", glaubt Dickel.


Glücklich ist er auch darüber, dass Mats Hummels wieder schwarz-gelb trägt. Dass die Bayern den Weltmeister von 2014 wieder nach Dortmund hatten ziehen lassen, sei "ein grober Fehler" gewesen: "Wir sind froh, dass wir ihn haben." Seine Klasse habe man erst zu Beginn der Rückrunde wieder gesehen, als er gegen den 1. FC Köln zwei Tore vorbereitete.

"Lieber Fußball" mit Norbert Dickel und SPORT1-Chefkolumnist Tobias Holtkamp - jetzt auf SPORT1, Spotify, Apple Podcast und überall, wo es Podcasts gibt!