Nach Volksentscheid: Weiterbetrieb von Tegel wird immer unwahrscheinlicher

Der Flughafen Berlin-Tegel

Berlin. Trotz des erfolgreichen Volksentscheides sinken die Chancen für einen Weiterbetrieb des Flughafens Tegel. Am Donnerstag bekräftigten die neben Berlin anderen beiden Gesellschafter, der Bund und Brandenburg, dass es ihrer Meinung nach neben dem künftigen Hauptstadtflughafen BER keinen weiteren Airport in der Region brauche. Auch der Berliner Senat ist gegen eine Offenhaltung von Tegel, will das Bürgervotum jedoch ernst nehmen und noch einmal alle Möglichkeiten ausloten.

Brandenburgs Finanzminister Christian Görke (Linke) verwies auf die Mehrkosten von bis zu 700 Millionen Euro, die eine Offenhaltung für sein Land mit sich bringen würde. Der Berliner Senat will dennoch weiter über die Lage beraten. Bei dem – rechtlich nicht bindenden – Volksentscheid am 24. September stimmten rund 56 Prozent für die Offenhaltung Tegels.

Der Flughafen wird am Freitag Schauplatz einer denkwürdigen Landung sein. Der letzte Air-Berlin-Flug wird, von München kommend, am Abend gegen 22.45 Uhr in Tegel aufsetzen. Danach ist die Airline Geschichte.

Unterdessen wurde bekannt, dass für die Technik-Tochter von Air Berlin ein Käufer gefunden worden ist: Das Berliner Logistikunternehmen Zeitfracht will das Unternehmen zusammen mit der Wartungsfirma Nayak erwerben. Der Vertrag solle noch diese Woche unterzeichnet werden, teilte Air Berlin am Donnerstag mit. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt. Rund 300 Mitarbeiter sollen demnach übernommen werden.

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