Volksentscheid zum TXL: Der Kampf um die Zukunft eines Flughafens

Wolfgang Gabriel hat die Sorge, dass das Gelände des Kleingartenvereins „Vor dem Tor III“ verkauft wird, sollte Tegel schließen

Berlin.  Frank Schulz winkt ab. Der Rentner fiebert dem Spiel des Köpenicker SC auf dem Sportplatz in der Wendenschloßstraße mit. "Das ist doch alles vorprogrammiert", sagt er. Wählen geht er nicht, und auch am Volksentscheid macht er nicht mit. "Die Politik macht sowieso, was sie will." Und überhaupt spiele der Fluglärm in Köpenick kaum eine Rolle. Das sei wenige Kilometer weiter in Friedrichshagen schon anders. Dann bejubelt Schulz noch den Ausgleich seines Teams in der letzten Minute gegen den BSV 92 aus Wilmersdorf und stapft davon.

Interaktive Karte: Diese Kieze haben für die Tegel-Offenhaltung gestimmt

An diesem regnerischen, trüben Sonntag verlieren sich nur wenige Spaziergänger und Jogger nach Fried­richshagen am Müggelsee. Die letzten Segelboote drehen ihre Runden, ein paar Flöße sind vermietet, und am anderen Ufer tragen Nachwuchssegler in ihren Optimisten eine der letzten Regatten der Saison aus. "Was für Tegel gilt, gilt für Schönefeld", heißt es auf einem Plakat am Müggelseedamm. "Beide sind innerstädtisch und den Anwohnern unzumutbar!"

Nebenan sieht Jefta Bochmann über den wolkenverhangenen See und zuckt mit den Schultern. "Ist mir egal, ob hier ein paar Flugzeuge mehr drüberfliegen oder nicht", sagt der Mann vom Team "Floß und los" im Seebad Fried­richshagen. Zusammen mit seinem Kollegen Bastian Dönitz räumt er die Reste vom vorherigen Grillabend auf. Dönitz sieht das anders. "Ich bin ganz klar für die Offenhaltung Tegels, damit der Fluglärm hier nicht allzu sehr zunimmt",...

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