Volker Beck beklagt Rassismus: Bundespolizist soll Sinti und Roma beleidigt haben

Deren Zentralrat und der Grüne Volker Beck protestieren beim Bundesinnenminister.

Der Vortrag eines Bundespolizisten beim Tag der offenen Tür der Bundesregierung am vergangenen Wochenende in Berlin hat scharfe Kritik des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma sowie des religionspolitischen Sprechers der grünen Bundestagsfraktion, Volker Beck, ausgelöst. Letzterer schrieb in der Angelegenheit einen Brief an Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU), der dieser Zeitung exklusiv vorliegt.

Dem Zentralrat und Beck zufolge hat der Vertreter der Berliner Direktion der Bundespolizei im Bundesinnenministerium einen öffentlichen Vortrag gehalten mit dem Titel „Vorsicht Langfinger! Wie Taschendiebe tricksen und Sie Ihnen die kriminelle Tour erfolgreich vermiesen können“. Dabei sollen Roma pauschal als in „Verbrecher-Clans“ organisierte „kriminelle Großfamilien“ bezeichnet worden sein, die durch Europa zögen. Auch andere Ethnien seien rassistisch diskriminiert worden: jede Ethnie, Nordafrikaner oder Polen, habe „ihre eigenen kriminellen Methoden“.

Bekämpfung von Rassismus würde ad absurdum geführt

Beck schreibt nun an de Maizière: „Mit einem solchen öffentlichen Vortrag im Bundesministerium des Inneren werden alle Bemühungen zur Prävention und Bekämpfung von Rassismus und Antiziganismus...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung