Vizepräsident von Äquatorialguinea in Paris wegen Korruption verurteilt

Präsidentensohn Teodorin Obiang

Luxusautos und eine 4000-Quadratmeter-Wohnung mit Sauna und Disko: Weil der Sohn des Präsidenten von Äquatorialguinea seinen ausschweifenden Lebensstil in Frankreich durch Korruption finanzierte, ist Teodorin Obiang zu einer hohen Geldbuße verurteilt worden. Das Pariser Berufungsgericht ordnete am Montag eine Strafzahlung von 30 Millionen Euro an, die in erster Instanz noch ausgesetzt worden war.

Die Staatsanwaltschaft hatte im Berufungsverfahren vier Jahre Gefängnis gegen Obiang gefordert, der Vizepräsident seines Landes ist. Das Gericht bestätigte dagegen die drei Jahre Haft auf Bewährung aus erster Instanz 2017. Zudem bleiben seine Besitztümer in Frankreich beschlagnahmt, darunter die Luxuswohnung in der in der noblen Pariser Avenue Foch. Insgesamt soll der 50-Jährige rund 150 Millionen Euro in Frankreich gewaschen haben.

Dem Sohn von Staatschef Teodoro Obiang Nguema wird schon seit langem vorgeworfen, Staatsgelder zu hinterziehen, um seinen Lebensstil zu finanzieren. Auch in der Schweiz und in Brasilien wurden Besitztümer von ihm beschlagnahmt. Das kleine zentralafrikanische Land ist der drittgrößte Erdölproduzent Afrikas. Mehr als die Hälfte der Bewohner lebt in Armut.