Vize-Chef der US-Notenbank kündigt seinen Rücktritt an

Zweieinhalb Jahre vor dem Ende seines Vertrags hat der Vizechef der US-Notenbank (Fed), Stanley Fischer, seinen Rücktritt angekündigt

Zweieinhalb Jahre vor dem Ende seines Vertrags hat der Vizechef der US-Notenbank (Fed), Stanley Fischer, seinen Rücktritt angekündigt. Der 73-Jährige werde sein Amt Mitte Oktober "aus persönlichen Gründen" niederlegen, teilte die Fed am Mittwoch mit. Weitere Angaben machte sie nicht.

Fischer, ehemaliger israelischer Zentralbankchef, hatte sein Amt im Mai 2014 angetreten. Sein Vertrag als Mitglied der Fed lief bis Januar 2020, sein Vertrag als Vizechef bis Juni 2018.

Ernannt worden war Fischer vom damaligen US-Präsidenten Barack Obama. Er nannte Fischer, der bereits Vizepräsident der Weltbank und Vize-Direktor des Internationalen Währungsfonds war, "einen der weltweit führenden und erfahrensten Köpfe in der Wirtschaftspolitik".

Mit seinem überraschenden Rücktritt kann US-Präsident Donald Trump nun die beiden wichtigsten Posten der Fed neu besetzen, denn die Amtszeit der Chefin der Notenbank, Janet Yellen, endet Anfang Februar.

Fischer bescheinigte der Fed und sich eine erfolgreiche Arbeit: In den vergangenen Jahren sei die Wirtschaft weiter gewachsen, und es seien Millionen zusätzliche Arbeitsplätze für die US-Arbeiter geschaffen worden, heißt es in seinem Rücktrittschreiben. Die Fed habe die Lehren aus der Finanzkrise gezogen und erste Maßnahmen getroffen, um das Finanzsystem zu stärken und es besser dafür aufzustellen, die "lebenswichtigen" Kredite für Wohlstand von Privathaushalten und Unternehmen des Landes bereitzustellen.