Vita 34: Darum ist die Übernahme von Seracell sinnvoll!

Michel Doepke
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Vita 34: Darum ist die Übernahme von Seracell sinnvoll!

Bei Vita 34 dreht sich alles derzeit um die Übernahme des Konkurrenten Seracell Pharma. Bis zu 14 Millionen Euro beträgt der Kaufpreis. Sportlich, ohne Frage. Doch Seracell bietet die Einlagerung von Stammzellen deutlich günstiger an und könnte damit langfristig das Geschäftsmodell von Vita 34 gefährden.

Der Preis macht den wesentlichen Unterschied: Sowohl auf Basis einer Monats- beziehungsweise Jahresgebühr als auch bei einer langfristigen Vorauszahlung sticht Seracell Pharma die Leipziger Vita 34 aus. Bei dem gleichen Produkt/Service wählen potentielle Kunden in der Regel die günstigere Variante.

Quelle: Seracell

Prinzipiell ist eine Übernahme der richtige Schritt, um die Gefahr zu bannen, von einem kostengünstigeren Geschäftsmodell unterlaufen zu werden. Doch dafür muss Vita 34 tief in die Tasche greifen: Der Preis beträgt bis zu 14 Millionen Euro. Vita 34 selbst ist gerade einmal mit 20 Millionen Euro an der Börse bewertet.

Die Finanzierung der Seracell-Übernahme setzt sich aus verschiedenen Teilen zusammen. Neben einer gesicherten Bankfinanzierung in Höhe von 7,5 Millionen Euro konnte ein strategischer Investor gewonnen werden. Per Kapitalerhöhung steigt MKBV, ein niederländischer Investor, mit knapp zehn Prozent bei den Leipzigern ein. Darüber hinaus braucht es eine zusätzliche Kapitalerhöhung. MKBV hat dabei eine Backstop-Verpflichtung übernommen. Knapp drei Millionen Euro zusätzlich ist der strategische Investor bereit zu investieren, wenn der Bezugspreis der neuen Aktien 6,50 Euro nicht übersteigt.

Restposition halten

Das Kursziel von 7,50 Euro wurde vor Kurzem erreicht. DER AKTIONÄR hatte danach zu Gewinnmitnahmen geraten. Gut möglich, dass die Aktie aufgrund der bevorstehenden Kapitalmaßnahme unter Druck gerät. Langfristig bleibt das Papier von Vita 34 weiter hochinteressant.