Visa-Streit zwischen den USA und der Türkei beigelegt

Nach drei Monaten legen die USA und die Türkei ihren Visa-Streit bei. Türkischen Staatsbürgern werden wieder uneingeschränkt Visa für die USA ausgestellt, teilte das US-Außenministerium mit.

In einer Erklärung heißt es, dass sich die Sicherheitssituation "soweit gebessert" habe, um die Wiederaufnahme der Visa-Dienste in der Türkei zu erlauben.

Die Vereinigten Staaten hatten den Visa-Stopp verhängt, nachdem Anfang Oktober zwei Mitarbeiter von US-Vertretungen in der Türkei festgenommen wurden. Ihnen werden Verwicklungen in den Putschversuch gegen die türkische Regierung im Juli 2016 vorgeworfen.

Dennoch blieben "ernsthafte Bedenken" wegen der Vorwürfe gegen die inhaftierten Mitarbeiter der US-Botschaft.

Die Antwort aus der Türkei kam prompt: Auch an US-Bürger können zukünftig wieder Visa vergeben werden. Damit ist es nun Angehörigen beider Staaten möglich, in das jeweils andere Land zu reisen.

Die US-Botschaft erklärte weiter, dass sie aus der Türkei die Zusicherung erhalten habe, keine weiteren Untersuchungen gegen Botschaftsmitarbeiter durchzuführen. Außerdem wolle man die Auslandsvertretung über bevorstehende Festnahmen informieren.

Die türkische Botschaft in Washington dementierte diese Angaben. Es habe keine Zusicherungen dieser Art gegeben, die USA hätten kein Recht, die Öffentlichkeit falsch zu informieren.