"Visa for Music": Ein Musikmarkt für Afrika

In Marokko hat zum vierten Mal die internationale Musikmesse “Visa for Music” stattgefunden. Ein Forum in Rabat, um Musik aus Afrika und dem Mittleren Osten zu promoten. Außerdem gab es Konferenzen und Workshops, um Kontakte in der Musikindustrie zu knüpfen, sowie Wissen auszutauschen und zu verbessern.

Unter den diesjährigen Teilnehmern: die pan-afrikanische Gruppe “The Messengers of Messages”.

In Anlehnung an Nelson Mandela wollen sie die Botschaft von Frieden, Vergebung und Versöhnung in die Welt tragen:

“Unsere Aufgabe hier sehen wir darin, zusammenzuarbeiten, und wir wollen um die Welt reisen, um unsere Botschaft zu verbreiten”, sagt Bandchef Prince H. Malatsi.

Sékou Kouyaté kommt aus Guinea, er spielt auf einer Kora, einer westafrikanischen Stegharfe. Der Musiker ist bekannter in Europa als in Afrika. Seine dänische Managerin Carolina Vallejo bekam positives Feedback nach seinem Konzert:

“Es lief wirklich gut, es kamen viele Leute, die die Musik mochten. Wir wurden zu vielen Festivals und Tourneen eingeladen.

Visa For Music 2017

Groupe Kasbahttps://t.co/qxcF4NBYte https://t.co/0aD4Rgvlyp— badr skiker (@SkikerArt) 2. Dezember 2017

Der Kongolese Francky Kanza veröffentlichte vor Kurzem sein zweites Album. Er teilte sich seinen Messestand mit der Sängerin Dominick Seham von der Elfenbeinküste, die mit marokkanischen Sängerinnen auftrat:

“Wir suchen Produzenten, Förderer, echte Manager, die uns auf eine große Bühne bringen können”, sagt Francky Kanza.

Die katalanische Gruppe “Doctor Prats” tourte gerade durch Spanien, Frankreich, Ungarn und Japan.

“Für uns ist es eine Gelegenheit in Afrika zu spielen, es ist das erste Mal, dass wir hier auftreten. Wir wissen, dass es hier viele einflussreiche Leute gibt. Vielleicht bekommen wir ein paar Gigs irgendwo in Afrika nach unserem Konzert hier. Mal sehen, ob sich was für die Zukunft ergibt”, so der Musiker Miki Santamaria von “Doctor Prats”.

“Agadirlive” fördert Musik aus Agardir, Mehdi Ouhaddi präsentierte zwei Künstler, einen Rapper und einen singenden Dichter, die in Berbersprache auftraten. Er teilte sich den Stand mit dem Manager Gareth Messam, der einen Schlagzeuger vorstellte:

“Wir haben gute Geschäfte gemacht, wir haben einige Buchungen, eine Menge Kollaborationen. Bevor wir abreisen, wir gehen nächste Woche, machen wir noch ein paar Aufnahmen mit lokalen Künstlern.”

Thanks Mimeta for your support https://t.co/0×1l040GaD— Visa For Music (@VisaForMusic) 2. Dezember 2017

Aus Zimbabwe kommt die Band Mokoomba. Sie tourten bereits mehrmals durch ganz Europa. Sie singen auf Englisch und verschiedenen afrikanischen Sprachen.

Younes Taleb wurde bekannt als Rapper Lmoutchou – er rappt auf Darija, einem marokkanisch-arabischen Dialekt. Glaubt er, dass seine Musik außerhalb Marokkos Fans findet?

“Wir verstehen manche Sprachen nicht, aber wir fühlen, dass ein Künstler ausdrucksstark ist, das gilt auch für mich. Wenn ich vor Ausländern spiele, wissen die Leute, dass ich etwas zu sagen habe, dass ich etwas repräsentiere, das strukturiert und gut gemacht ist”, sagt der Rapper.