Visa geht einen Schritt, der das Ende von Bargeld bedeuten könnte

John Stanley Hunter
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Visa will Unternehmen und Geschäfte dazu bringen, Bargeld abzulehnen. In einer Mitteilung kündigte das Institut die „Cashless Challenge“ an, für die es Unternehmen dafür belohnen möchte, ihre Geschäfte komplett ohne Bargeld abzuschließen. Dafür sei ein Budget von bis zu 500.000 US-Dollar geplant. Mit dem Aufruf wendet sich Visa vorertst an Bars, Cafés und Restaurants in den USA. In Deutschland gibt es Gesetze, die soetwas hierzulande nicht möglich machen.

Der Visa-Chef Al Kelly sagte vergangenen Monat, der Plan des Unternehmens sei es, „Bargeld aus dem Geschäft zu drängen“. Digitale Bezahlvorgänge seien „der größte Heben für Wachstum“, zitiert ihn „Fox Business“.

Visa untermauert die Maßnahme mit einer eigens in Auftrag gegebenen Studie, die gezeigt hätte, dass Geschäfte in New York insgesamt 6,8 Milliarden US-Dollar an zusätzlichen Einnahmen generieren würden, und 186 Millionen Arbeitsstunden einsparen würden, wenn „digitale Bezahlvorgänge stärker genutzt werden“ würden. Visa kündigte eine Veröffentlichung der kompletten Ergebnisse der Untersuchung für einen späteren Zeitpunkt an.

Die Ergebnisse der Studie passen zum Geschäftskonzept des Unternehmens: Visa rechnet sich durch den Trend zum mobilen Bezahlen zum Beispiel mit dem Smartphone Wachstumschancen aus. „Wir sehen unsere Aufgabe darin, den digitalen Wandel mitzumachen und darin führend zu sein“, sagte Albrecht Kiel, Visa-Chef für Zentraleuropa im Mai.

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