VIRUS: LafargeHolcim kassiert Prognose und plant Kostensenkungen

ZUG (dpa-AFX) - Der Baustoffkonzern LafargeHolcim <CH0012214059> reagiert auf die aktuelle Corona-Virus-Krise mit millionenschweren Kostensenkungen und kassiert gleichzeitig die Jahresprognose. Am Dividendenvorschlag von 2 Franken pro Aktie und dem geplanten Termin am 12. Mai für die Hauptversammlung hält der Vorstand jedoch fest, wie der Konkurrent von HeidelbergCement <DE0006047004> am Freitag im schweizerischen Zug mitteilte.

Bei LafargeHolcim sollen nun die Investitionen und Fixkosten zurückgefahren werden. So plant die Gruppe, die Investitionen gegenüber dem Vorjahr um mindestens 400 Millionen Franken und die laufenden Kosten um mindestens 300 Millionen Franken zu kürzen. Das Nettoumlaufvermögen soll im gleichen Maße gesenkt werden, wie das Geschäft rückläufig ist. Zudem will sich der Konzern niedrigere Energie- und Rohmaterialpreise zunutze machen und stellt zudem Produkte und Dienstleistungen Dritter auf den Prüfstand.

Die aktuelle Dynamik der Pandemie mache es zudem aktuell nicht länger möglich, den genauen Einfluss auf das Geschäft im Jahr 2020 abzuschätzen, hieß es zur kassierten Prognose weiter. Während sich die Lage im Bausektor in China langsam bessere, gebe es inzwischen durch die Ausbreitung des Virus in verschiedenen anderen Märkten Störungen im Geschäftsablauf des Konzerns. Dort rechnet LafargeHolcim mit deutlichen Absatzeinbrüchen im April und Mai. Wenige Tage zuvor hatte bereits der deutsche Wettbewerber HeidelbergCement <DE0006047004> seine Jahresziele wegen der Pandemie kassiert.