VIRUS: G7-Staaten wollen Zusammenarbeit ausbauen

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten wollen ihre Zusammenarbeit im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus ausbauen. Die Pandemie sei eine globale Gesundheitskrise, die große Gefahren für die Weltwirtschaft mit sich bringe, hieß es in einer vom Weißen Haus verbreiteten gemeinsamen Mitteilung der G7-Chefs nach einer Videoschalte am Montag. "Wir werden unsere Bemühungen koordinieren, um die Ausbreitung des Virus zu verzögern, unter anderem durch geeignete Grenzschutzmaßnahmen."

Die USA haben derzeit die G7-Präsidentschaft inne. Die Gruppe der sieben wichtigen Industriestaaten umfasst neben den USA Deutschland, Kanada, Frankreich, Italien, Japan und Großbritannien.

In der Mitteilung hieß es weiter, die G7-Chefs würden ihre Anstrengungen zur Stärkung der Gesundheitssysteme in ihren Ländern und weltweit verstärken. Wichtig sei dabei auch der Austausch von Informationen in Echtzeit, um Präventionsstrategien zu verbessern. Daten sollten zusammengeführt werden, um das Virus besser zu verstehen und bekämpfen zu können. Man werde sich darum bemühen, die Verfügbarkeit von medizinischem Gerät dort zu verbessern, wo es am dringendsten gebraucht werde. Um diese Ziele zu erreichen, sollten sich die G7-Gesundheitsminister wöchentlich koordinieren.

Die Staats- und Regierungschefs sagten außerdem zu, "unter Einsatz aller politischen Instrumente alles zu tun, was nötig ist, um ein starkes Wachstum der G7-Volkswirtschaften zu erreichen". Die am meisten betroffenen Arbeitnehmer, Firmen und Branchen sollten sofort unterstützt werden. Man werde sich auch um das Aufrechterhalten internationaler Lieferketten kümmern. Die Finanzminister der G7-Staaten sollten sich ebenfalls wöchentlich absprechen.

Die Anstrengungen würden durch die amerikanische G7-Präsidentschaft koordiniert, hieß es in der Mitteilung weiter. Der G7-Gipfel soll im Juni in Camp David in den USA stattfinden. Der Landsitz des US-Präsidenten liegt im Bundesstaat Maryland, Luftlinie rund 90 Kilometer vom Weißen Haus entfernt.