Virtueller Brasilien-Grand-Prix: Charles Leclerc will den Hattrick

Ruben Zimmermann

Auf die echte Formel 1 müssen die Fans noch mindestens zwei Monate warten, dafür geht die virtuelle Grand-Prix-Serie am Sonntag in ihre vierte Runde. Nachdem es bereits drei offizielle Events gab, lässt sich langsam auch eine gewisse Hackordnung erkennen. Ganz oben steht dabei Charles Leclerc, der die beiden vergangenen Rennen in Australien und China gewinnen konnte.

Der Ferrari-Pilot ist auch am Sonntag wieder dabei, dazu kommen mit Alexander Albon (Red Bull), Antonio Giovinazzi (Alfa Romeo), George Russell und Nicholas Latifi (beide Williams) vier weitere Formel-1-Stars. Nicht dabei sind dieses Mal die beiden McLaren-Piloten Lando Norris und Carlos Sainz. Auch große Namen wie Lewis Hamilton, Sebastian Vettel und Max Verstappen fehlen erneut.

Gefahren wird am Sonntag im virtuellen Autodromo Jose Carlos Pace in Brasilien. Ursprünglich stand am Wochenende der Große Preis der Niederlande in Zandvoort auf dem Programm. Weil die Strecke im Spiel F1 2019 allerdings nicht vorhanden ist, durften die Fans über den virtuellen Ersatz abstimmen. Mehr als 40.000 Stimmen wurden abgegeben, mehr als 50 Prozent sind dabei auf Sao Paulo entfallen.

Weil dieses Mal nur fünf echte Formel-1-Piloten am Start sind, wird das Feld mit zahlreichen Gaststartern aufgefüllt. Das sind unter anderem Fußballprofi Alessio Romagnoli vom AC Mailand und der ehemalige Rallye-Weltmeister Petter Solberg. Dazu kommen mit Stuart Broad und Ben Stokes zwei Cricketspieler. Insgesamt wird es wieder ein 20-köpfiges Teilnehmerfeld geben.

Los geht es am Sonntag um 19:00 Uhr MESZ. Wie üblich besteht das Event aus einem Qualifying und einem Rennen (28 Runden) und soll so insgesamt rund 1,5 Stunden dauern. Übertragen wird die Veranstaltung live und kostenlos auf den Social-Media-Kanälen der Formel 1, in diversen Ländern (in Deutschland zum Beispiel auf Sky) ist das Event auch im Fernsehen zu sehen. RTL zeigt das Event im Livestream.

Während der virtuelle Grand Prix in erster Linie auf Unterhaltung ausgerichtet ist, gibt es bereits ab 18:00 Uhr zusätzlich die "F1 Esports Pro Exhibition" mit professionellen Sim-Racern. Dort geht es deutlich geordneter und weniger chaotisch zu. Interessierte können auch das Profirennen live verfolgen.

Update: Mit David Schumacher wird auch ein deutscher Pilot an dem Event teilnehmen. Der Sohn von Ralf Schumacher tritt gemeinsam mit Jimmy Broadbent für Racing Point an. Bei Ferrari wird Enzo Fittipaldi, Enkel von Emerson Fittipaldi, gemeinsam mit Charles Leclerc an den Start gehen.

Mit Bildmaterial von F1 (YouTube).