Virtuelle Welten werden laut Ark Invest noch größer als Wasserstoff

Florian Hainzl, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 3 Min.

Ich habe in letzter Zeit einige disruptive Trends vorgestellt, die Ark Invest für die nächsten Jahre voraussieht. Wer Ark Invest immer noch nicht kennt, muss sich nicht dafür schämen. Die ETFs des Unternehmens sind in Deutschland nur schwer zu bekommen. An der Wallstreet ist Ark Invest allerdings auf dem Hypebarometer irgendwo in der Nähe von Wallstreetbets zu suchen.

Cathie Woods hat es mit ihrem Team geschafft, mit dem Ark Innovation ETF in den vergangenen fünf Jahren eine durchschnittliche jährliche Rendite von 45,4 % (Stand: 31.12.2020) zu erzielen. Korrekte Analysen, wohin sich die Welt in den nächsten Jahren bewegt, waren das Fundament für diese Performance. Daher sollte man auch beim Thema virtuelle Welten genauer hinsehen, das Ark zu den besten Ideen 2021 zählt.

Was sind virtuelle Welten und warum ist das Potenzial so groß?

Virtuelle Welten werden als eine computersimulierte Umgebung definiert, die von jedem zu jeder Zeit betreten werden kann. Die Gesellschaft interagiert bereits nach aktueller Lage der Dinge täglich mit virtuellen Welten, die aber weiterhin in den Kinderschuhen stecken. Virtuelle Welten bestehen aus Videospielen, Augmented Reality und Virtual Reality. Diese sind heute noch unabhängig voneinander, die Grenzen sollen nach Ansicht von Ark in den nächsten Jahren allerdings aufbrechen und verschwimmen.

Laut Schätzungen von Ark Invest soll der Markt für virtuelle Welten in der Folge bis 2025 mit jährlich 17 % wachsen. Hauptverantwortlich soll die Zunahme von In-Game-Käufen bei Videospielen sein. Deren Anteil betrug 2010 noch 20 % und soll bis 2025 auf 95 % steigen. Im Vergleich zu einem Kinobesuch, Zeitungen oder einem US-Kabelanschluss sind Computerspiele pro Stunde gerechnet immer noch ein günstiges Vergnügen. Ark Invest rechnet damit, dass die durchschnittliche Zeit, die Menschen mit Videospielen verbringen, pro Person und Tag von 1,1 Stunden bis 2025 auf 1,5 Stunden ansteigt. Videospiele werden dadurch zunehmend dritte Orte neben Zuhause und Arbeit.

Die Unterscheidung zwischen Virtual Reality und Augmented Reality ist nicht ganz einfach. Während Virtual Reality die reale Welt vollständig ausblendet, damit der Nutzer in die virtuelle Umgebung abtauchen kann, bleibt die Realität bei Augmented Reality weiterhin erhalten und wird lediglich um virtuelle Elemente ergänzt. Für beide Technologien sieht Ark einen riesigen Markt, insofern diese vom Markt akzeptiert werden und sich ähnlich wie Smartphones verbreiten.

Wie kann man von dem Trend profitieren?

Spielehersteller sind in dem Szenario von Ark die sichere Wette. Viele Unternehmen sind schon heute hochprofitabel. In Zukunft wird es noch stärker auf bekannte Marken ankommen, die die Spieler länger bei der Stange halten und sie zu regelmäßigen Käufen im Spiel motivieren, ohne den Bogen zu überspannen.

An den Endprodukten für Virtual Reality und Augmented Reality arbeiten zahlreiche große Unternehmen. Ob sich die Technik jemals durchsetzt und wer am Ende das Rennen macht, ist noch schwer zu sagen. Hier könnte der interessantere Ansatz sein, nach einem Unternehmen zu suchen, dass als Schaufellieferant für die Technologien dient.

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Florian Hainzl besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Wertpapiere.

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