ViraTherapeutics startet zweites Entwicklungsprogramm für onkolytisches Virus mit Boehringer Ingelheim

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05.03.2018 / 10:00
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ViraTherapeutics startet zweites Entwicklungsprogramm für
onkolytisches Virus mit Boehringer Ingelheim

- Langfristige Zusammenarbeit mit Boehringer Ingelheim wird um ein zweites Entwicklungsprogramm erweitert. Der zusätzliche Entwicklungskandidat ist ein onkolytisches Virus, basierend auf der VSV-Plattform von ViraTherapeutics.

- Boehringer Ingelheim wird alle Forschungs- und Entwicklungskosten für das neue Entwicklungsprogramm übernehmen.

- Gemeinsame Entwicklung des Lead-Kandidaten VSV-GP von ViraTherapeutics verläuft weiter nach Plan.

Innsbruck, Österreich, 05. März 2017 - ViraTherapeutics, ein biopharmazeutisches Unternehmen, welches auf die Entwicklung von Therapien mit onkolytischen Viren spezialisiert ist, gab heute die Erweiterung der Zusammenarbeit mit Boehringer Ingelheim um ein zweites Entwicklungsprogramm bekannt. Das neue Entwicklungsprogramm nutzt ein onkolytisches Virus aus ViraTherapeutics' Technologie-Plattform. Dieses Vesikuläre Stomatitis-Virus (VSV) wird mit einer zusätzlichen immuntherapeutischen ,Waffe' von Boehringer Ingelheim ausgestattet. Boehringer Ingelheim wird alle Forschungs- und Entwicklungskosten des Programms übernehmen. Weitere finanzielle Details wurden nicht veröffentlicht.

"Wir sind sehr zufrieden mit dem Fortschritt unserer Partnerschaft mit Boehringer Ingelheim. Auf der Grundlage der bisher gewonnenen, überzeugenden Daten aus unserem ersten Entwicklungsprogramm hat Boehringer Ingelheim sich bereits jetzt entschieden, ein zweites Entwicklungsprogramm für onkolytische Viren zu starten und zu finanzieren," kommentierte Dr. Heinz Schwer, Geschäftsführer der ViraTherapeutics GmbH. "Wir sehen sehr vielversprechende präklinische Ergebnisse unserer onkolytischen Viren, welche ihr Potenzial zum Einsatz sowohl als Monotherapie aber auch in Kombination mit anderen immun-onkologischen Wirkstoffen zeigen."

"In unserer Zusammenarbeit mit ViraTherapeutics haben wir große Forstschritte erreicht und sind begeistert von den bisher erzielten Ergebnissen," fügte Jonathon Sedgwick, PhD, Global Head Cancer Immunology and Immune Modulation bei Boehringer Ingelheim, hinzu. "Durch die kombinierte Wirkungsweise den Tumor sowohl direkt anzugreifen, als auch eine Attacke des Immunsystems gegen den Tumor zu stimulieren, haben onkolytische Viren das große Potenzial eine mächtige Waffe in unserem Kampf gegen Krebs zu werden. Wir erwarten, dass sie in Zukunft eine wichtige Ergänzung in unserer Onkologie-Pipeline werden."

Die Entwicklung dieses neuen Wirkstoffkandidaten ist Teil der Zusammenarbeit von ViraTherapeutics mit Boehringer Ingelheim. Im September 2016 vereinbarten ViraTherapeutics und Boehringer Ingelheim eine langfristige Partnerschaft, um gemeinsam eine onkolytische Virus-Therapie-Plattform der nächsten Generation zu entwickeln und den Lead-Kandidaten VSV-GP (Vesicular Stomatitis Virus (VSV) glycoprotein (GP)) allein und in Kombination mit anderen Therapien zu untersuchen. ViraTherapeutics ist für die präklinische und klinische Untersuchung von VSV-GP in Phase I-Studien verantwortlich. Im Rahmen der Vereinbarung erhielt Boehringer Ingelheim das Recht, ViraTherapeutics bis zum Ende der klinischen Phase I-Entwicklung zu akquirieren.

Die Behandlung mit onkolytischen Viren ist ein Ansatz in der Krebstherapie, welcher ein Virus nutzt, das die Krebszellen infiziert und zerstört. Tumor-Antigene und Zytokine werden freigesetzt und lösen eine systemische Anti-Tumor-Immunantwort aus. Der neue Entwicklungskandidat ist ein VSV-basiertes onkolytisches Virus, welches mit einer zusätzlichen immuntherapeutischen ,Waffe' ausgestattet ist. Wenn das Virus die Tumorzellen infiziert, wird ein zusätzlich eingefügtes Gen aktiviert, was zur Produktion einer immunstimulierenden Substanz führt. Dies hat eine erhöhte Immunantwort zur Folge, welche mit dem direkten Anti-Tumor-Effekt des Virus zusammenwirkt und so die Abtötung der Tumorzellen verbessert.

Über ViraTherapeutics

Die ViraTherapeutics GmbH, mit Sitz in Österreich, ist ein privates biopharmazeutisches Unternehmen, das vielversprechende innovative Virus-basierte Immuntherapeutika zur Behandlung von Krebs entwickelt. ViraTherapeutics wurde im Jahr 2013 als Spin-out der Medizinischen Universität Innsbruck von Prof. Dr. Dorothee von Laer, Direktorin der Sektion für Virologie an der Universität, gegründet. Das Unternehmen entwickelt onkolytische Krebs-Impfstoffe auf der Basis eines chimären, vom vesikulären Stomatitis Virus (VSV) abgeleiteten Virus, genannt VSV-GP.

Ursprünglich erhielt ViraT eine Pre-Seed-Finanzierung von CAST (Center for Academic Spin-offs Tyrol), Tirol, und der Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws). ViraTherapeutics wird von Boehringer Ingelheim Venture Fund (BIVF), EMBL Ventures und der Empl-Privatstiftung finanziert. Das Unternehmen erhielt außerdem Unterstützung von der aws über deren Venture-Capital-Initiative und Seedfinancing-Programm, sowie durch mehrere Programme der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG).

Das Unternehmen beschäftigt derzeit 19 Mitarbeiter. ViraTherapeutics gewann den internationalen Life-Science-Businessplan-Wettbewerb Best of Biotech 2012 und wurde mit dem zweiten Preis beim Science4Life Venture Cup 2013 ausgezeichnet. Das Unternehmen hat eine Kollaboration mit der Medizinischen Universität Innsbruck, die ein Team von Wissenschaftlern aus dem Labor von Prof. von Laer umfasst sowie Wissenschaftler des von Dr. Guido Wollmann geleiteten Christian Doppler Labors für virale Immuntherapie von Krebs an der Universität.

Für weitere Informationen, besuchen Sie bitte www.viratherapeutics.com.

Kontakt:

ViraTherapeutics GmbH
Exlgasse 20a
6020 Innsbruck, Austria
office@viratherapeutics.com

MC Services AG
Dr. Claudia Gutjahr-Löser, Shaun Brown
Tel: +49 89 21 02 28 0
viratherapeutics@mc-services.eu



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