Viraler Hit: Lehrerin hat eine wichtige Botschaft an Eltern

Seit dem Amoklauf an der Marjory Stoneman Douglas High School in Florida reißt die Debatte um die Verantwortung von Schulen, Eltern und Politik nicht ab. Eine Lehrerin aus Georgia will nun eine Antwort darauf gefunden haben, wie solche Tragödien verhindert werden könnten. Und die teilte sie am Wochenende per Facebook mit der Welt.

Eine Lehrerin fordert mehr Engagement. (Bild-Copyright: amiediprimabrown/Facebook)

Note: Ungenügend. Amie Diprima Brown unterrichtet seit 15 Jahren an einer Mittelschule in den USA und zeigt sich von den Eltern ihrer Schüler enttäuscht. Jetzt wandte sie sich über Facebook an die Öffentlichkeit und rief diese zu mehr Engagement auf. “Mit all den Gesprächen über Waffen an Schulen, warum das passiert und wie dieses Problem zu lösen ist, erlaubt mir, eine etwas andere Perspektive anzubieten”, beginnt der Post der Lehrkraft.

Weiter erklärt sie, dass sie den Eltern ihrer Schüler seit 15 Jahren am ersten Schultag eine Hausaufgabe stellt. Diese sollen in einem Brief (maximal 1 Million Wörter) von ihrem Kind erzählen. Diese Texte werden nicht benotet, geprüft oder korrigiert – Amie Diprima Brown will so nur ihre Schüler und ihre “Hoffnungen, Träume, Ängste, Herausforderungen” besser kennenlernen. “Ich habe von Essstörungen, Anfällen, Eifersuchtsproblemen zwischen Zwillingen, Depressionen, Adaption und Missbrauch erfahren”, erklärt sie.

Doch leider nehmen immer weniger Eltern diese Chance wahr. Die Lehrerin teilte ein Foto, das diese Situation deutlich macht. 2003 lag die Beteiligung noch bei 98 Prozent. Dieses Jahr waren es nur 22 Prozent. Für die Lehrerin steht fest, dass mehr Engagement der Eltern es dem Lehrpersonal einfacher machen würde, die Schüler und ihre Probleme besser kennenzulernen. Doch die Eltern würden sich nicht mehr kümmern und das sei das eigentliche Problem. Möglich, dass sich das bald wieder ändert. Denn der ermahnende Post der Lehrerin entwickelte sich inzwischen zum viralen Hit und wurde bislang über 90.700 Mal geteilt.

Wie die Debatte rund um Schusswaffen weitergeht, erfahrt ihr hier.