Vietnamese erstochen: Zwölf Hinweise nach Mord in Wilmersdorf

Einsatzkräfte sperrten am Montag den Tatort ab. Rettungskräfte versuchten noch am Abend das Leben des Mannes zu retten

Der Tod eines 21-Jährigen in Wilmersdorf hat vergangene Woche viele Menschen erschüttert. Kaltblütig war der junge Vietnamese vor den Augen seiner Mutter erstochen worden. Vom Täter fehlte bisher jede Spur, Polizei und Staatsanwaltschaft riefen zur Mithilfe auf. Mit Erfolg: Mittlerweile seien zwölf Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen, wie die Polizei mitteilte.

Diese könnten letztlich dabei helfen, den Täter zu überführen. Denn eine heiße Spur gibt es noch immer nicht – jedenfalls nicht öffentlich. Der mutmaßliche Mörder hatte sein Opfer am späten Sonntagabend vor mehr als einer Woche auf einem Parkplatz an der Bundesallee angegriffen. Über das Motiv kann nach wie vor nur spekuliert werden. Angeblich wollte die Mutter des Opfers die Einnahmen ihres Spätkaufs wegbringen. Tötungsdelikte sind leider sowohl in Wilmersdorf als auch in ganz Berlin keine Seltenheit.

Polizei bittet weiter um Hilfe aus der Bevölkerung

Insgesamt gab es in Wilmersdorf in den vergangenen elf Jahren 31 Tötungsdelikte – bei manchen davon blieb es beim Versuch. Der vorherige Vorfall ereignete sich Ende August, als ein 54-jähriger Mann zunächst seine 77-jährige Mutter und einige Zeit später sich selber tötete.

Mit Blick auf das gesamte Berliner Stadtgebiet sei die Anzahl der Fälle in den vergangenen Jahren jedoch leicht gesunken, wie die Polizei auf Anfrage der Berliner Morgenpost erklärte. Von 2006 bis 2016 haben sich im Schnitt pro Jahr 126 Tötungsdelikte ereignet. Im Jahr 2016 waren es "nur" 92.

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