Vietnam- und Irak-Veteranen protestieren in Mexiko gegen Abschiebung aus den USA

Abgeschobene Veteranen mit Flaggen ihrer US-Einheiten

Veteranen der US-Kriegseinsätze in Vietnam und im Irak haben in Mexiko nach ihrer Abschiebung für das Recht auf Rückkehr in die USA demonstriert. Die Protestgruppe versammelte sich am Samstag - dem US-Veteranen-Gedenktag - in der Grenzstadt Cuidad Juárez. Beteiligt waren Mexikaner, die im Gegenzug für eine Aufenthaltserlaubnis in den USA den US-Streitkräften beigetreten waren, für diese in Vietnam oder im Irak gekämpft hatten - und später wegen Straftaten aus den USA nach Mexiko deportiert wurden.

"Wir haben einem Land gedient, das uns betrogen hat", sagte der 64-Jährige José Francisco López Moreno, der im Vietnam-Krieg für die USA gekämpft hatte. Die Abschiebung in seine mexikanische Heimat vor 13 Jahren bezeichnete er als "unfair". "Sie haben uns aus unseren Familien gerissen, und nun sind wir hier ganz allein ohne Krankenversicherung und irgendwelche Unterstützung."

Der Irak-Veteran Iván Ocón äußerte sich ähnlich enttäuscht: "Ich dachte, man wird nicht deportiert, weil man Teil von etwas Größerem war - aber am Ende wird man einfach rausgeschmissen." Ocón hatte 2003 für die USA in Irak gekämpft und war vergangenes Jahr nach Mexiko abgeschoben worden. "Ich will zurück. Das ist es, was ich von Donald Trump verlange. Wir haben für Euer Land gekämpft."

Die Kundgebung in Ciudad Juárez fand in der Nähe der Brücke statt, die die mexikanische Stadt mit El Paso in den USA verbindet. Vor einigen Monaten hatten sich dort abgeschobene Veteranen der US-Streitkräfte zu einer Interessenvereinigung zusammengeschlossen. Diese schätzt, dass es in Mexiko etwa 300 abgeschobene Ex-US-Veteranen gibt, 28 von ihnen in Ciudad Juárez. In vielen Fällen waren Drogendelikte Grund für die Abschiebung.