Vietnam ETF – Börsenstar aus Südostasien

Benedikt Kaufmann
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Vietnam ETF – Börsenstar aus Südostasien

Die vietnamesische Volkswirtschaft ist zu klein, um den Status Schwellenland zu erhalten. In Sachen Wirtschaftswachstum zählt der südostasiatische Staat jedoch zu den Großen. Für Anleger lohnt ein Blick auf das asiatische Entwicklungsland.

Im Jahr 2018 dürfte das Bruttoinlandsprodukt um 6,5 Prozent zulegen. Doch das rasante Wachstum ist nicht das einzige Argument für eine Investition in vietnamesische Unternehmen. Trotz eines autoritär geprägten kommunistischen Regimes gilt der Markt als offen, die Privatisierung der Staatsbetriebe geht voran und der Verschuldungsgrad liegt mit 62 Prozent des Bruttoinlandsprodukts unter dem von Deutschland.

Diese positiven Rahmenbedingungen sind der Grund, weshalb die ausländischen Direktinvestitionen 2017 um 53 Prozent anstiegen. Das Kapital stammt größtenteils von Firmen aus China, Japan und Korea. Die asiatischen Nachbarn haben die Vorzüge der jungen, gut ausgebildeten und natürlich günstigen Arbeitskräfte erkannt. Vietnam gilt heute als Werkbank Asiens – Firmen vor Ort profitieren davon. Die Umsätze und Gewinne steigen rasant und mit ihnen die Aktienkurse.

Lohnende Investition

Zu einem Kurs von 21,79 Euro wurde der db x-trackers FTSE Vietnam ETF zum ersten Mal den AKTIONÄR-Lesern empfohlen. Aktueller Kurs heute: 29,15 Euro. Das Fondsvolumen ist angestiegen auf 367 Millionen Dollar. Die Kosten von 0,85 Prozent sind für einen Indexfonds hoch, aufgrund der schweren Zugänglichkeit zum vietnamesischen Markt jedoch kaum günstiger zu haben. DER AKTIONÄR setzt das Kursziel auf 35,00 Euro.