"Muss Gespräch mit dem führen": Zverev nach Gala vom Bruder irritiert

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"Muss Gespräch mit dem führen": Zverev nach Gala vom Bruder irritiert
"Muss Gespräch mit dem führen": Zverev nach Gala vom Bruder irritiert
"Muss Gespräch mit dem führen": Zverev nach Gala vom Bruder irritiert

Trotz eines kleinen Wacklers im dritten Satz steht Alexander Zverev nach einem weiteren souveränen Auftritt im Viertelfinale der US Open!

Deutschlands bester Tennisspieler setzte sich im Duell mit dem 20-jährigen Jannik Sinner in drei Sätzen mit 6:4, 6:4 und 7:6 (9:7) durch und hat weiter wild entschlossen seinen ersten Majortitel im Blick. (US Open ab Montag täglich im LIVETICKER)

„Es war von Anfang bis Ende ein Match auf hohem Niveau. Ich bin happy, dass ich ohne Satzverlust weiter bin und bin gespannt, was in dem Turnier noch drin ist“, sagte Zverev.

Zverev konnte sich dabei vor allem auf seinen starken Aufschlag verlassen, weshalb der neben Carlos Alcaraz als größtes Talent des Tennissports geltende Südtiroler in den ersten beiden Sätzen wenig Chancen bekam.

Zverev kann sich lange auf den Aufschlag verlassen

Der Weltranglistenvierte machte mit seinem Service im ersten Satz viel Druck und packte zu, als Sinner kurz schwächelte.

Das gleiche Muster wiederholte sich im zweiten Durchgang, als Zverev, der nicht immer mit seinem Vortrag zufrieden war und auch einmal seinen Schläger warf, zum 5:4 breakte.

Sinner erspielte sich noch zwei Chancen zum Rebreak, konnte diese aber nicht nutzen.

Das Zwischenziel Viertelfinale vor Augen drückte Zverev nun aufs Tempo und nahm Sinner früh im dritten Satz mit einer krachenden Vorhand den Aufschlag ab.

Sinner nutzt Chancen im 3. Satz gegen Zverev nicht

Sinner kämpfte sich jedoch noch einmal zurück und war gegen Satzende sogar der leicht bessere Spieler. Er konnte aber seine fünf Satzbälle nicht nutzen und wurde von Zverev in einem packenden Tiebreak doch noch niedergerungen.

„Ich habe im gesamten Match nur ein schlechtes Spiel gespielt, und das hat mich fast den dritten Satz gekostet. Das zeigt, auf welch hohem Niveau das Spiel war“, sagte Zverev bei Eurosport.

Beim Stand von 5:6 im Tiebreak war zudem das Glück auf seiner Seite. „Da hatte er eine Vorhand einen Meter vorm Netz und hat die verschlagen. Ich habe mit seiner Hilfe ins Spiel zurückgefunden.“

Für den falschen Tipp seines Bruders Mischa Zverev vor dem Match (Sieg in 4 Sätzen) hatte er trotzdem wenig Verständnis.

„Schön, dass mein eigener Bruder so an mich glaubt. Mit dem muss ich noch einmal ein Gespräch führen“, scherzte Alexander Zverev und legte nach: „Das kann ja nicht sein, dass mein Bruder so falsch liegt.“

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Zverev neben Djokovic und Medvedev favorisiert

Vor dem Match hatte es etwas Sorgen rund um Zverev gegeben, weil dieser sein Training plötzlich mittendrin unterbrochen hatte und sich von seinem Physiotherapeuten Hugo Gravil an der linken Seite dehnen und am Rücken massieren ließ.

Von solchen Problemen war im Match dann glücklicherweise aber wenig zu sehen, Zverev schlug selbst zweite Aufschläge immer wieder mit über 200 km/h auf.

Der Olympiasieger gilt neben dem Russen Daniil Medvedev weiterhin als größter Herausforderer von Novak Djokovic, der in New York dem historischen Grand Slam nachjagt.

Der Vorjahresfinalist erarbeitete sich den 15. Sieg in Serie und trifft nun auf den Südafrikaner Lloyd Harris, der den US-amerikanischen 2,11 Meter großen Hünen Reilly Opelka besiegte.

Zverev legt vor - zieht Otte nach?

Zverev kann weiter der zweite Profi nach Andy Murray 2012 werden, der im selben Jahr Olympia-Gold und den Titel in New York holt. Im Halbfinale könnte ihn gegen Tour-Dominator Djokovic die maximale Herausforderung erwarten.

Am späten Montagabend deutscher Zeit hat der Kölner Qualifikant Oscar Otte in einem weiteren deutsch-italienischen Duell gegen den Wimbledon-Finalisten Matteo Berrettini die Chance, Zverev zu folgen.

Einzig 1994 standen in Michael Stich und Bernd Karbacher schon einmal zwei deutsche Profis im Viertelfinale in Flushing Meadows. Der Münchner Peter Gojowczyk war wie Topspielerin Angelique Kerber am Vortag im Achtelfinale gescheitert.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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