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Vier Wochen vollgepackt mit Fußball: Alle Infos zur WM 2022 im TV

Das größte Fußballturnier der Welt findet im Golfstaat Katar statt, was heftige Diskussionen auslöste. Die öffentlich-rechtlichen Sender beleuchten kritisch die Hintergründe. Aber sie zeigen eben auch Fußball: Namen, Fakten, Daten - Lesen Sie hier alles Wichtige zur WM im TV.

Kai Havertz (Mitte) greift mit Deutschland in Katar nach dem fünften Stern. Alle Spiele der Nationalmannschaft sind wie gewohnt live im Free-TV zu sehen. (Bild: Shaun Botterill / Getty Images)
Kai Havertz (Mitte) greift mit Deutschland in Katar nach dem fünften Stern. Alle Spiele der Nationalmannschaft sind wie gewohnt live im Free-TV zu sehen. (Bild: Shaun Botterill / Getty Images)

Die Liste der Vorwürfe ans Gastgeberland reicht von Korruption über tödliche Ausbeutung und Menschenrechtsverletzungen bis hin zu fehlender Fußball-Tradition und der WM zum Jahresende. Trotz aller Diskussionen: Die Weltmeisterschaft im Emirat Katar findet statt, das Fernsehen berichtet, und Hansi Flicks Nationalmannschaft will den Titel. Insgesamt stehen 64 Partien in nur 29 Tagen auf dem Programm. Jede einzelne Spielminute ist live nur beim VoD-Anbieter MagentaTV zu sehen, dank Sublizenzen dürfen ARD und ZDF zumindest 48 Begegnungen übertragen. Darunter befinden sich alle Spiele der Deutschen Nationalmannschaft. Auch die Halbfinals und das Finale aus Doha werden im Free-TV zu sehen sein.

Fußball nonstop

Zwischen dem Eröffnungsspiel am Sonntag, 20. November (17 Uhr), und dem Finale am Sonntag, 18. Dezember (16 Uhr), liegen gerade mal sechs Ruhetage. Vor allem zu Beginn gibt es Fußball nonstop: In der Gruppenphase (Sonntag, 20. November, bis Freitag, 2. Dezember), die zum ersten Mal in der WM-Geschichte nur 13 Tage dauert, finden bis auf die ersten beiden Spieltage satte vier Partien pro Tag statt. Bereits um 11 Uhr vormittags geht es los. Weitere Anstoßzeiten folgen je nach Spieltag um 14, 16, 17 oder 20 Uhr.

Bastian Schweinsteiger und Esther Sedlaczek präsentieren bei der WM in Katar gemeinsam das
Bastian Schweinsteiger und Esther Sedlaczek präsentieren bei der WM in Katar gemeinsam das "Spiel des Tages". (Bild: SWR / Christian Koch)

Die Berichterstattung wird für alle übertragenden Sender zum Spagat zwischen klassischer Fußball-Berichterstattung und dem Benennen der Missstände. ARD-Taktik-Experte Thomas Broich erklärte im Vorfeld, er könne sich davon nicht freimachen, es sei "wie ein riesiger Schatten, der über allem liegt". ZDF-Moderator Jochen Breyer beschreibt die WM 2022 als schwierigste Veranstaltung, "die ich bis jetzt als Journalist moderiert habe". Katar wolle das Turnier als Werbe-Show nutzen. "Auf uns als übertragenden Sender wird es unter anderem ankommen, das alles einzuordnen."

Die WM im ZDF

Die Eröffnungsfeier sowie das Eröffnungsspiel der 22. Fußball-Weltmeisterschaft wird im ZDF zu sehen sein - kommentiert von Béla Réthy, der mit 65 Jahren in sein letztes großes Turnier geht. Zum Auftakt findet die Begegnung zwischen Gastgeber Katar und Ecuador statt. Die Berichterstattung beginnt bereits um 15.30 Uhr, ab 17 Uhr rollt erstmals der Ball. An den folgenden beiden Tagen zeigt das Zweite alle Partien, anschließend wechseln sich ZDF und ARD mit der Übertragung ab. Die DFB-Elf ist erstmals im zweiten Gruppenspiel gegen Spanien (Sonntag, 27. November, 20 Uhr) im ZDF zu sehen. Jeweils eine knappe Stunde vor dem Anpfiff beginnen die Vorberichte bei "ZDF WM live", zudem wird der Spieltag um 22 Uhr in einer Spätausgabe nochmal mit allen Highlights zusammengefasst.

Wie bereits aus vorherigen Turnieren gewohnt, wechselt in der K.O.-Runde das Vorwahlrecht zwischen beiden Anbietern, welche Partien von welchem öffentlich-rechtlichen Sender gezeigt werden dürfen: Den ersten Zugriff hat das ZDF im Achtelfinale, auch im Halbfinale darf zunächst der Mainzer Sender sein Wunschspiel auswählen. Insgesamt beträgt das Sendevolumen des ZDF zur Weltmeisterschaft etwa 72 Stunden.

Gehören zum festen ZDF-WM-Team: Sportmoderator Jochen Breyer und Experte Per Mertesacker. (Bild: ZDF / Felix Schmitt)
Gehören zum festen ZDF-WM-Team: Sportmoderator Jochen Breyer und Experte Per Mertesacker. (Bild: ZDF / Felix Schmitt)

In Sportblöcken informieren auch das "ZDF-Morgenmagazin" sowie das "ZDF-Mittagsmagazin" über alle Spiele und Tore des vorangegangenen Spieltags. Dabei wird es auch Schaltgespräche ins Quartier der Nationalmannschaft geben. Zudem wird ein eigenes MoMa-Team in Doha unterwegs sein, um Eindrücke aus dem Gastgeberland zu schildern.

Die gesamte Berichterstattung - also Studiopräsentation, Regie, Technik und Produktion - wird vom Mainzer Lerchenberg aus gesteuert. Dort entstand auch die temporäre, rund 900 Quadratmeter große Leichtbau-Arena, die gemeinsam mit der ARD genutzt wird und an ZDF-Sendetagen Platz für 100 Zuschauerinnen und Zuschauer bietet.

Für das ZDF im WM-Einsatz

Durch das WM-Programm führen auf dem Lerchenberg Katrin Müller-Hohenstein und Jochen Breyer im Wechsel. Für die Spielanalysen sind Expertinnen und Experten eingeladen. Mönchengladbach-Profi Christoph Kramer, Ex-Weltmeister Per Mertesacker und Frauen-Nationaltrainerin Martina Voss-Tecklenburg gehören zum festen Kreis. Außerdem wird Sandro Wagner, ehemaliger Bayern-Spieler und Cheftrainer beim Regionalligisten SpVgg Unterhaching, sowohl als Experte als auch als Co-Kommentator in die Analyse gehen.

Für Béla Réthy ist es das letzte große Turnier als Kommentator. Er meldet sich bereits zur Eröffnungsfeier aus der Kommentatorenkabine. (Bild: ZDF / Felix Schmitt)
Für Béla Réthy ist es das letzte große Turnier als Kommentator. Er meldet sich bereits zur Eröffnungsfeier aus der Kommentatorenkabine. (Bild: ZDF / Felix Schmitt)

Aus der Kommentatorenkabine in Katar kommen die vertrauten Stimmen von Claudia Neumann, Oliver Schmidt, Martin Schneider und Béla Réthy. Aus dem DFB-Quartier melden sich Moderator Sven Voss sowie Boris Büchler, Nils Kaben, Franziska Müllers und Lars Ruthemann.

Die WM in der ARD

Als "Smartes Produktionskonzept" bezeichnet die ARD ihren Verzicht auf Ü-Wagen und Schnittplätze vor Ort samt moderner Übertragungstechnik. Stattdessen arbeitet man - wie bereits in den Turnieren zuvor - eng mit dem ZDF zusammen. Insgesamt laufen 24 Spiele in der ARD über verschiedene Ausspielwege. Darunter fällt auch das Finale, welches am 18. Dezember um 16 Uhr im WM-Stadium Lusail angepfiffen wird.

ARD-Moderator Alexander Bommes meldet sich - wie seine ZDF-Kollegen - vom Mainzer Lerchenberg. (Bild: SWR / WDR / Annika Fußwinkel)
ARD-Moderator Alexander Bommes meldet sich - wie seine ZDF-Kollegen - vom Mainzer Lerchenberg. (Bild: SWR / WDR / Annika Fußwinkel)

Das erste deutsche Gruppenspiel gegen Japan (Mittwoch, 23. November, 14 Uhr)und auch die letzte Vorrunden-Partie gegen Costa Rica (Donnerstag, 2. Dezember, 20 Uhr) sind im Ersten zu sehen. In der ARD-Mediathek sowie auf sportschau.de sind die Spiele ebenfalls im Livestram sowie im Re-Live verfügbar. Spielzusammenfassungen finden sich dort ebenso wie auf Social Media.

Für die ARD im WM-Einsatz

Die ARD setzt für ihre "Sportschau"-Moderation zur Weltmeisterschaft auf ein Vierergespann: Alexander Bommes meldet sich aus dem WM-Studio in Mainz, Julia Scharf und Esther Sedlaczek führen ebenfalls durch die Spieltage. Viermal geht Jessy Wellmer während des Turniers mit dem "Sportschau Thema" auf Sendung, erstmals am Tag des Eröffnungsspiels.

Julia Scharf meldet sich als Moderatorin bereits um 11 Uhr deutscher Zeit aus Katar. (Bild: SWR / WDR / Annika Fußwinkel)
Julia Scharf meldet sich als Moderatorin bereits um 11 Uhr deutscher Zeit aus Katar. (Bild: SWR / WDR / Annika Fußwinkel)

Neben dem wohl prominentesten Fachmann Bastian Schweinsteiger, der gemeinsam mit Esther Sedlaczek das "Spiel des Tages" präsentieren wird, gehört mit Sami Khedira ein weiterer Weltmeister von 2014 zum Expertenkreis. Komplettiert wird der durch die ehemalige Welttorhüterin Almuth Schult, Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger sowie den Taktik-Experten Thomas Broich. Gemeinsam mit Julia Scharf wird Broich an den ersten vier ARD-Sendetagen von den frühen Spielen berichten.

Thomas Broich arbeitet als Leiter Methodik im Jugendbereich von Hertha BSC. Bei der WM ist er im Ersten wieder als Taktik-Experte gefragt. (Bild: WDR / Lena Heckl)
Thomas Broich arbeitet als Leiter Methodik im Jugendbereich von Hertha BSC. Bei der WM ist er im Ersten wieder als Taktik-Experte gefragt. (Bild: WDR / Lena Heckl)

Tom Bartels Stimme - "Götze - mach ihn, er macht ihn!" - ist jedem Fußballfan noch vom Finale der WM 2014 in Brasilien im Ohr. Acht Jahre später ist der erfahrene Kommentator wieder dabei - auch im Finale. Außerdem kommentieren Gerd Gottlob, Florian Naß und Christina Graf und somit zum ersten Mal eine Frau ARD-Spiele bei einer Weltmeisterschaft. Als Nationalmannschafts-Reporterin ist Lea Wagner im Einsatz.

Die WM bei MagentaTV

Wer alle 64 Spiele der FIFA WM 2022 live verfolgen möchte, kommt um ein Abonnement bei MagentaTV nicht herum. 16 Partien zeigt der VoD-Dienst exklusiv, darunter fünf Begegnungen in der Vorrunde. Außerdem geht MagentaTV bei zwei Achtelfinals, einem Viertelfinale sowie dem Spiel um Platz drei exklusiv auf Sendung - sofern Hansi Flicks Mannschaft daran nicht beteiligt ist. Bis zu 14 Stunden Live-Programm, drei WM-Kanäle sowie eine Konferenz-Option bei gleichzeitig stattfindenden Begegnungen erwartet Kundinnen und Kunden.

Zwei Stunden vor dem ersten Spiel - in der Gruppenphase zwischen 9 und 10 Uhr - beginnt das "Warm Up". Von 10 respektive 15 Uhr bis 22.15 Uhr folgt dann "WM Live" mit allen Spielen, ehe in der "Nachspielzeit" die Geschehnisse in den Stadien zusammengefasst werden. Einmal täglich läuft die "WM Live Reaction Show", immer zwischen den beiden Partien die "Goalzone".

Aktuell lockt MagentaTV mit einem monatlich kündbaren Einstiegsangebot ab 10 Euro im Monat. Tarife mit 24 Monaten Laufzeit sind sechs Monate lang kostenfrei. Verfolgen lassen sich die Begegnungen über die MagentaTV App sowie über diverse Empfangsgeräte. Die Weltmeisterschaft wird auch in UHD-Qualität übertragen, hierfür empfiehlt Magenta jedoch einen Internetabschluss ab mindestens 50 Mbit pro Sekunde.

Stolz ist man bei MagentaTV auf ein "Hybrides Studio", inklusive 33 Meter breiter, geschwungener LED-Wall. Hier soll es Raum für Innovation geben: Die Moderatoren und Expertinnen bewegen sich durch eine Kombination aus klassischer Setarchitektur und Augmented Reality. Letztere soll das Publikum beispielsweise virtuell vor die Skyline von Doha versetzen.

Journalist und Sportmoderator Jochen Breyer besuchte für eine Reportage die Stadien in Katar. Während der WM wird er im Wechsel mit Katrin Müller-Hohenstein aus Mainz moderieren. (Bild: ZDF / Mateusz Schmolka)
Journalist und Sportmoderator Jochen Breyer besuchte für eine Reportage die Stadien in Katar. Während der WM wird er im Wechsel mit Katrin Müller-Hohenstein aus Mainz moderieren. (Bild: ZDF / Mateusz Schmolka)

Für MagentaTV im WM-Einsatz

Für MagentaTV darf die WM 2022 als Prestigeprojekt gelten, dementsprechend hat der VoD-Anbieter namhaftes Personal aufzubieten. Das Moderatoren-Team besteht aus Anett Sattler sowie Johannes B. Kerner und Sascha Bandermann. Mit den Kommentatoren Wolff-Christoph Fuss, Marco Hagemann und Jonas Friedrich verpflichtete der VOD-Dienst populäre Stimmen, die Fußballfans von Sky, SAT.1, DAZN und Amazon Prime kennen.

Das Experten-Team besteht aus "Capitano" Michael Ballack, der ehemaligen Nationalspielerin Tabea Kemme sowie Fredi Bobic, Geschäftsführer Sport bei Hertha BSC. Zudem gehören Moderator Jan Henkel, Reporter Thomas Wagner sowie Schiedsrichter Patrick Ittrich, der bereits bei der Europameisterschaft im vergangenen Jahr dabei war, zu MagentaTVs WM-Belegschaft.

Im Video: WM 2022: Das müssen Sie über den Gastgeber Katar wissen