Vier Tote und elf Verletzte bei Zugunglück in Finnland

Bei einem Zugunglück im Südwesten Finnlands sind vier Menschen ums Leben gekommen, elf weitere wurden verletzt. Wie die Polizei am Donnerstag berichtete, fuhr ein Zug am Morgen auf einen Militärfahrzeug auf

Bei einem Zugunglück im Südwesten Finnlands sind vier Menschen ums Leben gekommen und elf weitere verletzt worden. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, fuhr ein Zug am Morgen auf ein Militärfahrzeug auf und zerschmetterte dieses. Nach Angaben der Behörden wurden drei der Rekruten in dem Transporter getötet und vier weitere verletzt, auch ein Zugpassagier starb. Die Unglücksursache war zunächst unklar.

Die insgesamt elf Verletzten befanden sich nach Behördenangaben in einem stabilen Zustand. Bei dem Zusammenstoß auf einem ungesicherten Bahnübergang in Raasepori entstanden Schäden an der Vorderseite des Zugs, der nur einen Personenwagen transportierte. Der Militärtransporter wurde bei dem Aufprall zerstört. "Bahnübergänge in Finnland sind nicht sicher", erklärte eine Sprecherin des finnischen Zentrums für Unfalluntersuchung nach dem Unglück.

Wie genau es zu der Kollision kommen konnte, blieb vorerst unklar. Schneefall könnte allerdings für erschwerte Sichtverhältnisse gesorgt haben. Als die Sicherheitskräfte am Unfallort eintrafen, schneite es immer noch. Örtlichen Medien zufolge hatten die acht Rekruten zum Zeitpunkt des Unfalls um 8.00 Uhr morgens (6.00 Uhr MEZ) an einer Militärübung im Wald teilgenommen.

Der finnische Ministerpräsident Juha Sipila befand sich auf einer Auslandsreise in Bolivien, als das Unglück passierte. Über den Kurzbotschaftendienst Twitter teilte er mit: "Ich habe von den schockierenden und traurigen Nachrichten aus Raasepori gehört. Mein herzlichstes Beileid für die Angehörigen der Opfer, Kraft für die Verletzten."

1989 waren in Finnland bei einem Zugunglück elf Menschen gestorben und 39 weitere verletzt worden. Damals war ein Zug bei einer Geschwindigkeit von mehr als 100 Stundenkilometern in Jyväskylä entgleist.