Vier Gründer aus Bayern haben mit einem neuen Getränk dm überzeugt

Christoph Damm
Cold Brew Kaffee

Millennials sind beim Konsum eigen. Ein Beispiel: Sie verändern die Bier-Industrie und bringen Großbraueieren ins Wanken — weil viele von ihnen gesündere Getränke bevorzugen. Der Trend weg von klassischen Produkten erobert seit einiger Zeit auch den Kaffee-Markt. Das Startup Karacho aus Aschaffenburg hat das früh erkannt. Mit ihrem Cold Brew, also kaltem Kaffee, wollen sie die Getränke-Branche auf den Kopf stellen — und den Big Playern auf dem Markt Konkurrenz machen. 

„Die Getränkeindustrie schlägt da die Hände über dem Kopf zusammen“

„Uns ist es wichtig, ein qualitativ hochwertiges Produkt herzustellen. Außerdem verfolgen wir eine andere Zubereitungsart als andere Hersteller“, erklärt Merlin Stellwag, einer der Karacho-Gründer, im Gespräch mit Business Insider Deutschland. Heißt: Alle Zutaten in den beiden verfügbaren Kaffee-Sorten (Latte und Kokos) sind bio-zertifiziert.

Merlin Stellwag Mitgründer von Karacho

Zudem legt das Unternehmen Wert darauf, dass es nicht lediglich Kaffee-Extrakt verwendet — sondern die aus Süd-Indien eingekauften Bohnen selbst röstet, mahlt und dann im Cold-Brew-Verfahren herstellt. Dabei wird der Kaffee nicht mit heißem Wasser übergossen, sondern in einem Zeitraum von 14 Stunden unter gelegentlichem Rühren in kaltes Wasser gegeben. „Die Getränkeindustrie schlägt bei solch einem langen Prozess die Hände über dem Kopf zusammen. Aber es entstehen bei diesem Verfahren deutlich weniger Säuren und Bitterstoffe“, sagt Stellwag.

Kooperation mit dm wichtiger Schritt

Damit unterscheidet sich das Getränk eben doch deutlich von den bekannten Anbietern von Nestlé oder Mövenpick. Das dürfte einer der Gründe sein, warum die Drogeriemarkt-Kette dm Karacho seit einigen Tagen bundesweit im Sortiment hat. „Diese Kooperation ist auf dem denkbar langweiligsten Weg entstanden“, berichtet der Mitgründer. „Wir haben das Kontaktformular auf der Webseite der Drogerie ausgefüllt und kurz erklärt, was wir machen und dass wir mit dem Konzept gut ins Sortiment passen könnten.“

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