Vier Ex-Berater verkaufen ihr Startup für zweistellige Millionensumme nach Texas

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Matthias Danner, Stefan Sulistyo, Karl Viertel und Manuel Reil (v.l.n.r.) haben 2015 das KI-Startup Alyne gegründet.
Matthias Danner, Stefan Sulistyo, Karl Viertel und Manuel Reil (v.l.n.r.) haben 2015 das KI-Startup Alyne gegründet.

Der texanische Technologiekonzern Mitratech übernimmt das Münchener Startup Alyne. Das bietet eine auf Künstlicher Intelligenz basierende Software zur Steuerung von Risiken in Großunternehmen. Derzeit beschäftigt Alyne nach eigenen Angaben rund 50 Mitarbeiter und verweist auf etwa 100 Firmen als Kunden.

Die stammen derzeit noch zu großen Teilen aus dem deutschsprachigen Raum, wie Mitgründer Karl Viertel im Gespräch mit Gründerszene sagt. Vor allem Konzerne aus stark regulierten Märkten gehörten dazu, etwa Banken, Versicherungen, Asset Manager oder Firmen aus dem produzierenden Gewerbe. Außer dem Firmensitz in München betreibt Alyne Niederlassungen im englischsprachigen Raum mit Büros in London, New York und Melbourne.

Gegründet wurde Alyne im Jahr 2015 von Viertel, Stefan Sulistyo, Manuel Reil und Matthias Danner mit dem Ziel, ein Angebot für mehr Transparenz im Risikomanagement von Unternehmen zu schaffen. Kennengelernt hatten sich die Gründer in vorherigen Jobs, so Viertel. Bei den Unternehmensberatungen Accenture und Deloitte hätten sie Einblicke ins Geschäft gewonnen – das Umsetzen regulatorischer Anforderungen, Compliance und Cyber-Security. Und sie erkannten Potenzial für eine Softwarelösung auf Basis Künstlicher Intelligenz.

Nur ein Teil des Kaufpreises ist in bar ausgezahlt worden

Bereits 2017 hatte Alyne nach der Teilnahme am Barclays Accelerator Programm in London und einer ersten Seed-Finanzierungsrunde sein Büro in der britischen Hauptstadt eröffnet. Im Jahr 2018 kam die Niederlassung in Melbourne hinzu, ein Jahr später das US-amerikanische Büro.

Größter Investor beim Münchener Software-Startup war zuletzt mit 16,5 Prozent Alstin, die Beteiligungsfirma von Promi-Investor Carsten Maschmeyer, sowie ein Investmentarm der HDI-Versicherung. Die vier Gründer hielten laut Handelsregister jeweils noch knapp 15,4 Prozent an ihrem Startup. Offiziell werden keine Details zu der Transaktion genannt. Wie Gründerszene aus dem Unternehmensumfeld erfuhr, belief sich die Übernahmesumme auf einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag.

Die Gründer haben den Informationen zufolge allerdings nur einen Teil des Kaufpreises in bar ausgezahlt bekommen, der Rest wurde über Mitratech-Anteile geregelt. Viertel wird künftig die Rolle des General Managers bei der zuständigen Geschäftseinheit des Konzerns übernehmen, auch seine Mitgründer sollen Führungspositionen bekommen. Dabei bleibe das Team in München beheimatet, so Viertel.

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