Vier Anschlagsopfer in Südfrankreich beigesetzt

Premier Philippe (re.) und Angehörige am Sarg eines Opfers

Fast eine Woche nach den islamistischen Angriffen in Südfrankreich sind die vier Todesopfer beigesetzt worden. An der Trauerzeremonie in den Städten Trèbes und Carcassonne nahmen am Donnerstag auch Premierminister Edouard Philippe und andere Regierungsvertreter teil. Der Bürgermeister von Trèbes, Eric Menassi, sagte, die vier Männer seien "auf dem Altar des Fanatismus" gestorben. Der Täter hatte sich zur Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekannt.

Der 25 Jahre alte Täter hatte am vergangenen Freitag in Carcassonne zunächst auf die Insassen eines Autos gefeuert und einen von ihnen getötet. Anschließend tötete er zwei Männer in einem Supermarkt in Trèbes und nahm Geiseln. Ebenfalls ums Leben kam der Polizist Arnaud Beltrame, der sich gegen eine der Geiseln hatte austauschen lassen. Er wurde von dem Attentäter niedergeschossen und erlag später seinen Verletzungen.

In der Kathedrale von Carcassonne fand eine Trauerfeier zu Ehren von Beltrame statt. Er war am Mittwoch in Paris bereits mit einer nationalen Trauerfeier gewürdigt worden. Präsident Emmanuel Macron nannte ihn einen "Helden".