Viele Ukraine-Flüchtlinge wollen nicht in Bulgarien bleiben

SOFIA (dpa-AFX) - Tausende Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine haben Bulgarien in den vergangenen Tagen verlassen. Ein Grund dafür ist, dass sie nicht aus Hotels am Schwarzen Meer ins Landesinnere umziehen wollten. Die Menschen passierten etwa mit Bussen die Grenze zu Rumänien, um von dort aus entweder weiter nach Westeuropa oder zurück in die Ukraine zu reisen.

Die Zahl der Ukraine-Flüchtlinge im ärmsten EU-Land Bulgarien ging nach offiziellen Angaben vom Donnerstag auf rund 80 600 zurück. Am Montag hatten sich dort noch etwa 90 000 Menschen aus der Ukraine aufgehalten.

Tausende Geflüchtete waren seit Kriegsbeginn Ende Februar kostenlos in Hotels an der bulgarischen Schwarzmeerküste untergebracht. Doch wegen des Starts der Touristensaison in der ersten Juni-Hälfte durften sie in den großen Hotels am Strand nur bis Ende Mai bleiben. Die zuständige Vize-Regierungschefin Kalina Konstantinowa entschuldigte sich am Donnerstag bei den Flüchtlingen wegen beim Umzug entstandener Spannungen.

Vom Umzug in staatliche Ferienheime im Landesinneren machen Geflüchtete Gebrauch, die keine private Unterkunft haben oder nicht bei Freunden, Verwandten oder freiwilligen Helfern wohnen. Hunderte Menschen wurden provisorisch in zwei Aufnahmezentren untergebracht. Ukrainerinnen mit kleinen Kindern beklagten, dass es in einem der Zentren kein Warmwasser und keine Kindernahrung gebe.

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