Viele Ryanair-Flüge starten trotz Piloten-Streiks planmäßig

Ryanair-Maschine

Der Piloten-Streik bei Ryanair hat offenbar zu keinen größeren Störungen im Flugbetrieb des irischen Billigfliegers geführt. Am Flughafen Berlin-Schönefeld hoben am Freitagmorgen fünf Ryanair-Maschinen ab, wie ein Flughafensprecher der Nachrichtenagentur AFP sagte. Zwei weitere Abflüge seien im Streikzeitraum zwischen 05.00 Uhr und 09.00 Uhr geplant, einer davon verzögere sich.

Am Frankfurter Flughafen starteten am frühen Morgen laut Website vier Ryanair-Flugzeuge. Am Flughafen Frankfurt-Hahn wurden zwei Maschinen der Billigfluglinie abgefertigt, zwei weitere hatten laut der Online-Auskunft des Airports mehrere Stunden Verspätung.

Die Vereinigung Cockpit (VC) wertete den ersten Streikaufruf in der Unternehmensgeschichte dennoch als Erfolg. "Das Ziel heute war nicht gewesen, möglichst viel Durcheinander im Flugplan zu kriegen", sagte Gewerkschaftsvorsitzender Ilja Schulz im ZDF-"Morgenmagazin". "Die Passagiere wollen schließlich kurz vor Weihnachten an ihr Ziel kommen."

"Das Ziel ist es einfach, Ryanair zu zeigen, dass die Piloten, die wir zum Streik aufrufen, auch bereit sind, jetzt für ihre Arbeitsbedingungen zu kämpfen", fügte Schulz hinzu.

Ein Großteil der Ryanair-Piloten sei nicht fest beim Unternehmen angestellt. "Diese Leute hatten wir bewusst gar nicht zum Streik aufgerufen. Von daher ist es klar, dass ein Teil der Flüge rausgeht."