Warum viele Menschen unter 40 keine Chance haben, Vermögen aufzubauen

Sebastian Christ
Arbeiten im Café – Alltag für viele in junge Menschen

Heute war ich in einem dieser Berliner Cafés, die von lauter jungen Menschen mit ihren Laptops bevölkert werden. Das Klackern der Tastaturen, das Klingeln der Zuckerlöffel an Glasbechern. So hört sich heute Büroarbeit an.

Ich kenne viele Menschen in meinem Umfeld, die das als einen Fortschritt ansehen. Sie reden immer von “Freiheit“: nicht an Präsenzpflicht in der Firma gebunden sein, sich die Arbeitszeiten selbst auswählen. Und überhaupt: Dinge machen, die einen wirklich erfüllen.

Wir reden heute viel über individuelle Freiheiten. Das ist schließlich der Markenkern der “Generation Y“, jener zwischen 1980 und 1995 geborenen Menschen, die angeblich alte Strukturen hinterfragen und neue aufbauen. 

Wir sollten schleunigst mal über Geld reden

Ich finde das eigentlich toll. Es fühlt sich so bedeutend an: Dinge ganz neu zu denken. Sich selbst in allem wiederzufinden.

Worüber wir aber viel zu selten reden, ist das Geld. Und wir sollten damit schleunigst anfangen, denn wenn es so weiter geht, wird meine Generation die erste nach dem Krieg sein, die sich ab einem gewissen Alter wieder existenziellen Fragen stellen muss. Gesetzt den Fall, dass es in der eigenen Familie kein Vermögen zu erben gibt.

Ich rede nicht von einer Villa mit Pool

Ich bin jetzt 37 Jahre alt. Mir geht es nicht wirklich schlecht, ich kann nicht klagen. Und durch meinen Universitätsabschluss bin ich ohnehin privilegiert, das ist mir bewusst.

Und doch bin ich weit davon entfernt, auch nur ansatzweise ein Vermögen aufgebaut zu haben. Ich meine damit keine Millionenbeträge. Oder fette Aktiendepots, schnelle Autos oder eine Villa mit Pool.

Derzeit weiß ich noch nicht einmal, wie ich im Alter die Lücke zwischen meinen mickrigen Rentenansprüchen und den nötigen Mitteln für ein halbwegs anständiges Leben füllen soll. 

Eigentlich sollte doch nach über einem Jahrzehnt Erwerbsarbeit ein bisschen was hängen geblieben sein. Doch meine Bank behauptet steif und...

Weiterlesen auf HuffPost