Viele Männer mit Dehnungsstreifen sprechen nicht darüber – aber Sam Smith tut es

Sam Smith (Bild: Getty Images)

Dehnungsstreifen sind einer der am häufigsten diskutierten Hautprobleme unter Frauen. Und Männer? Eher weniger. Aber glauben Sie deshalb nicht, das liegt daran, dass sie keine haben.

„Die besten verfügbaren Studien legen nahe, dass rund elf Prozent der ansonsten gesunden Männer Dehnungsstreifen haben“, erklärt Dr. Steve Xu von der Northwestern University Feinberg School of Medicine gegenüber Yahoo Beauty.

Ein weiterer Beweis kommt von keinem Geringeren als Sam Smith, der gerade zugegeben hat, dass er Dehnungsstreifen hat. Aber er sagte auch, dass er gelernt hat, sie zu akzeptieren.

In einem Interview mit Sarah Jessica Parker für die Zeitschrift „V“ sprach der Sänger über Selbstwertgefühl. SJP fragte: „Du und ich haben ein bisschen über Selbstbewusstsein gesprochen. Wie wohl fühlst du dich vor der Kamera im Vergleich zu vor zwei Jahren?“ Smith antwortete: „Das ist völlig anders. Ich glaube das hat damit zu tun, dass ich abgenommen habe.“ Und er fügte hinzu: „Als ich meine ersten Musikvideos drehte, war ich mit meinem Äußeren sehr unzufrieden, also versuchte ich zu kontrollieren, wo die Kamera steht, ich war ein wenig besessen. Ich schaute ständig in den Spiegel, kniff mir in den Hüftspeck, wog mich jeden Tag.“ Aber diese Tage sind lange vorbei“, sagte er und dann: „Jetzt bin ich an einem Punkt, wo ich meine Dehnungsstreifen wirklich liebe und ich genieße meinen Körper einfach.“

Teilweise war der Grund, dass er sich seiner Makel so bewusst war, seine Karriere. „Mein Job ist sehr selbstgefällig: Ich muss täglich meine eigene Stimme hören, ich treffe Entscheidungen, wie die Tourposter oder Albumcover aussehen, ich schaue mir ins Gesicht während ich in der Maske sitze. Ich habe mich irgendwie über, also vertraue ich meinem Team“, sagte er. „Aber mein Selbstwertgefühl wird immer ein Problem sein. Ich muss mich ständig trainieren, die richtigen Filme zu schauen, bestimmte Werbungen nicht anzuschauen und dann zu denken, so sollte mein Bauch aussehen. Das ist etwas, mit dem ich jeden Tag kämpfe.“ Er beendete seinen Gedankengang mit der Aussage: „Ich glaube, Männer sollten mehr darüber reden.“

Er hat Recht. Im Vergleich zu Frauen schweigen Männer überwiegend, wenn es um Unsicherheiten geht, besonders in Bezug auf das Aussehen.

„Ich denke, besonders Männer sprechen im Vergleich zu Frauen weniger offen über kosmetische Bedenken. Das betrifft Sorgen wie Falten im Gesicht, Tränensäcke und Dehnungsstreifen“, sagte Dr. Xu. „Ich würde sagen, Frauen sind wegen der Schwangerschaften insgesamt anfälliger für Dehnungsstreifen. Bis zu 88 Prozent aller schwangeren Frauen bekommen Dehnungsstreifen.“

Aber Dr. Xu glaubt, das Stigma, das Männern anhaftet, die ihre Schönheitsprobleme öffentlich machen, wird weniger. „Ich glaube, in Zukunft wird dieses Stigma, Schönheitsprobleme unter Männern zu diskutieren, weniger werden“, sagte er. „Wir sehen einen unglaublichen Anstieg der Beliebtheit nichtinvasiver Schönheitsbehandlungen bei Männern, so wie Botox – ‚Brotox‘ wenn man süß sein will“, fügte er hinzu. „Es gibt ein wachsendes Untersegment an Kosmetik- und Beautyprodukten, die für Männer und ihr Streben nach einem jugendlichen Äußeren gemacht sind. Dies wird definitiv die Tür öffnen, dass Männer Schönheitsprobleme wie Dehnungsstreifen mit ihren Dermatologen offener besprechen können.“

Wir wollen, dass Männer wie Smith wissen, dass sie mit uns Frauen jederzeit über ihre Dehnungsstreifen – oder jedes andere Schönheitsproblem – prahlen oder trauern können.

Maggie Parker

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