Viele Jugendliche fühlen sich von Parteien nicht vertreten

Jugendliche verfolgen eine Debatte im Bundestag. Foto: Wolfgang Kumm/Archiv

Berlin (dpa) - Neun von zehn Jugendlichen halten nach einer Umfrage ihre Interessen in der Politik für nicht ausreichend vertreten. Nur neun Prozent der 14- bis 17-Jährigen antworteten auf die entsprechende Frage in einer Studie von YouGov und dem Magazin «Bravo» positiv oder eher positiv.

Gerade mal acht Prozent glauben demnach, dass Politiker sich um die Wünsche von Jugendlichen kümmerten. Jeder Vierte (24 Prozent) findet sich mit seinen Interessen und Einstellungen bei keiner Partei wieder. Am ehesten sehen die Jugendlichen in der am Dienstag veröffentlichten Studie sich von CDU/CSU (18 Prozent), SPD (12 Prozent) und Grünen (11 Prozent) vertreten.

Zugleich gibt nur knapp die Hälfte (46 Prozent) der 14- bis 17-Jährigen an, die Regeln des politischen Systems seien für sie verständlich. Gerade mal jeder Vierte (24 Prozent) in dieser Altersgruppe hat ein klares Bild von der Arbeit des Bundesregierung. Dennoch sind zwei von fünf Jugendlichen (38 Prozent) zufrieden oder eher zufrieden mit der Politik der Bundesregierung.

Unter den Spitzenpolitikern ist Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit Abstand die bekannteste - 94 Prozent kennen sie. Herausforderer Martin Schulz von der SPD kommt auf 66 Prozent. Dürften sie Kanzler oder Kanzlerin direkt bestimmen, würden 35 Prozent der Jugendlichen sich für Merkel entscheiden. Schulz würden nur zehn Prozent direkt wählen, wenn sie könnten.