Viele Grundschüler in Frankreich müssen wieder Maske tragen

·Lesedauer: 1 Min.
Symbolbild auf einem Schulhof (AFP/Pascal GUYOT)

Mit dem Ende der Herbstferien in Frankreich müssen Grundschüler in mehr als der Hälfte der Départements wieder Masken tragen. Die im Oktober teilweise aufgehobene Maskenpflicht gilt nun wieder in 61 der insgesamt 101 französischen Départements während des Unterrichts. "Sie haben uns gesagt, dass wir keine Masken mehr brauchen, und jetzt gilt es doch wieder, das ist blöd", sagte Martin, ein Grunschüler aus Rennes.

"Natürlich ist es unangenehm für alle, wieder strengere Regeln zu befolgen", sagte Bildungsminister Jean-Michel Blanquer am Montag dem Sender France Info. "Aber es ist nötig, und ich denke, dass alle das einsehen", fügte er hinzu.

Als Schwellenwert für die Maskenpflicht an Grundschulen gilt eine Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Weitere Maßnahmen an den Schulen, etwa das Trennen von Klassen während der Pausen, sollen erst am kommenden Montag folgen.

"Wenn die Freunde in einer anderen Klasse sind, dann ist das nicht schön. Das ist noch schlimmer als die Maske", sagte die Gewerkschafterin Marie Gilardot. Eine Lehrergewerkschaft kritisierte das "Hin und Her", das in den Schulen ein "Klima der Instabilität" schaffe.

In Frankreich liegt die Inzidenz landesweit bei 62. Die Zahl der Neuinfektionen ist innerhalb einer Woche um 23 Prozent auf etwa 6640 Fälle gestiegen. Derzeit befinden sich etwa 1100 Covid-Patienten auf Intensivstationen, etwa fünf Prozent mehr als vergangene Woche. Die Impfquote liegt bei Über-Zwölf-Jährigen bei 89 Prozent.

kol/mid

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.