So viel Zustimmung hätte Oprah Winfrey als Präsidentschafts-Kandidatin wirklich

Ob Oprah Winfrey tatsächlich für das Präsidentenamt kandidieren wird, ist noch ungewiss. (Bild: Chris Pizzello/Invision/AP Photo)

Oprah for President? Auch wenn das Thema einer Kandidatur der ehemaligen Moderatorin in letzter Zeit omnipräsent war, sind längst nicht alle US-Amerikaner von diesem Gedanken begeistert.

Sie ist eine der einflussreichsten und beliebtesten Prominenten der USA. Besonders seit ihrem Auftritt bei den diesjährigen Golden Globe Awards in Los Angeles wird Oprah Winfrey immer wieder als potenzielle Kandidatin für den US-Präsidentschaftswahlkampf 2020 ins Spiel gebracht. Sie selbst äußerte sich bis dato noch nicht zu diesem Thema, allerdings sprachen sich zahlreiche Prominente überschwänglich für eine Kandidatur der 63-Jährigen aus.

Eine Umfrage von „Morning Consult“ und „Politico“ ergab hingegen, dass nur 24 Prozent von rund 2000 befragten registrierten Wählern wollen, dass Winfrey als Kandidatin ins Rennen zieht. 59 Prozent finden, sie sollte nicht kandidieren. 17 Prozent zeigten sich unentschlossen.

2013 bekam Winfrey die „Presidential Medal of Freedom“ vom ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama verliehen. (Bild: AP Photo/Martinez Monsivais)

„Wenn man am Montag nach den Golden Globes den Fernseher angemacht hat, konnte man fast glauben, 99 Prozent der Amerikaner wollen, dass sie kandidiert“, erklärt der Direktor des Bleier Center for Television and Popular Culture, Robert Thompson. „Natürlich haben Umfragen ihre Einschränkungen, aber diese Zahlen deuten nicht auf dieses Ausmaß von Begeisterung hin.“

Würde Winfrey sich trotzdem zur Wahl stellen, könnte sie den Amtsinhaber allerdings immer noch schlagen. 40 Prozent der Befragten würden in dieser Konstellation für die Talkmasterin stimmen, 38 Prozent für Trump. Auch Politikerinnen wie die Senatorinnen Elizabeth Warren und Kirsten Gillibrand hätten im Falle einer Kandidatur das Nachsehen gegenüber dem TV-Star. Gegen den ehemaligen Vizepräsidenten Joe Biden oder Senator Bernie Sanders hätte Winfrey laut der Studie jedoch keine Chance.

Der Mitbegründer und führende Forschungsbeauftragte von „Morning Consult“, Kyle Drop, erklärte: „Oprahs starke Position bei Demokraten führt dennoch zu keinem klaren Interesse darin, dass sie eine Wahlkampfkampagne startet.“ Die Zahlen sprechen für sich: „Während 77 Prozent der Demokraten eine positive Meinung über Oprah haben, sagen nur 38 Prozent, dass sie 2020 kandidieren sollte.“

Ob Winfrey tatsächlich ins Rennen um das höchste Amt im Weißen Haus ziehen wird, bleibt unklar. Winfreys Freundin Gayle King verneinte dies gegenüber dem US-Sender „CBS“: „Ich glaube nicht, dass sie für die Präsidentschaft kandidieren wird.“