Zu viel für den Ruhestand gespart: (K)Ein Problem?

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Älteres Paar beim Strandurlaub reich

Zu viel für den Ruhestand gespart zu haben: Kann das überhaupt ein Problem sein? Wenn man einem Beitrag des US-Portals MarketWatch glauben möchte, ist das möglicherweise eines.

Aber wie äußert sich das? Eine hervorragende Frage. Wenn du mich fragst, ist es jedenfalls ein Problem, im Alltag zu sehr zu verzichten. Wer beispielsweise nur lebt, um für den Ruhestand zu sparen, der vergisst, dass es auch ein Hier und Jetzt gibt. Sowie, dass auch die Gegenwart wichtig ist.

Trotzdem dürfen wir eines nicht vergessen: Hierbei handelt es sich definitiv um ein Luxusproblem, wenn man zu viel für den Ruhestand gespart hat. Einfache Lösungen sind zudem sehr nahe.

Zu viel für den Ruhestand gespart: Eine Sorge weniger

Kein Problem ist es außerdem, wenn man zu viel für den Ruhestand gespart hat, weil man eine Sorge weniger hat. Die Rentenlücke ist schließlich mehr als nur ein theoretisches Problem. In Anbetracht vieler Renten unter 1.000 Euro sowie einer durchschnittlichen Rentenlücke von 800 Euro erkennen wir: So schnell dürfte das den meisten nicht passieren.

Wer außerdem zu viel für den eigenen Ruhestand gespart hat, der kann außerdem noch ganz andere Dinge verfolgen. Beispielsweise einen frühen Ruhestand. FIRE und die finanzielle Freiheit sind beliebte Ziele, die viele Sparer und Investoren derzeit im Sinn haben. So schnell kann man daher quantitativ eigentlich nicht über das Ziel hinausschießen.

Ein Problem ist es, wie gesagt, bloß, wenn man dabei den Alltag vergisst. Etwas, das Frugalisten häufig eint. Nämlich, dass sie konsequent an der Sparschraube drehen möchten, um die Alltagskosten zu reduzieren. Rendite mit einer niedrigeren Sparquote könnte jedoch ein materiell erfüllteres Leben nach sich ziehen. Wobei es Geschmackssache sein dürfte, ob man das braucht oder nicht.

Einfache Lösungen vorhanden

Wer zu viel für den Ruhestand gespart hat, der kann auf einfache Lösungen zurückgreifen. Selbst wenn FIRE oder die finanzielle Freiheit als weiterführende Ziele ebenfalls erreicht sind. Nämlich: Die Ausgaben wieder etwas hochfahren. Oder aber direkt zu beginnen, das Leben mehr zu genießen, und um Hier und Jetzt Dinge zu erleben.

Wobei es auch hier natürlich gilt, einen gesunden Maßstab zu finden. Wer plötzlich zu viel Geld ausgibt, der könnte seinen Puffer für die Altersvorsorge womöglich zu schnell zu stark belasten. Genaues Bestimmen, was möglich ist, scheint daher clever zu sein.

Trotzdem bin ich insgesamt überzeugt: Zu viel für den Ruhestand gespart zu haben ist kein großartiges Problem. Nein, sondern eines, das zumindest eine Sorge weniger nach sich zieht. Und wofür es einfache Lösungen gibt, um sich im Alltag vielleicht wieder etwas mehr leisten zu können.

Der Artikel Zu viel für den Ruhestand gespart: (K)Ein Problem? ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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