Endlich wieder Bundesliga: Die Neuerungen zum Saisonstart

89 Tage, 2139 Stunden und 128.355 Minuten ohne Bundesliga-Fußball waren lange genug - jetzt hat das Warten ein Ende. 

Am Freitag (ab 20.30 Uhr im LIVETICKER) wird die neue Bundesliga-Saison angepfiffen. Wo läuft was im TV, wie funktioniert der Videobeweis und was ist sonst noch neu? SPORT1 klärt die wichtigsten Fragen.

Welcher Sender überträgt wann live?

Freitags: Der Auftakt des Spieltags am Freitag (20.30 Uhr) ist jeweils live bei Eurosport zu sehen. Mitglieder von Amazon Prime können die Partien via Amazon verfolgen.  

Das Saisoneröffnungsspiel am Freitag zwischen Bayern München und Bayer Leverkusen (Fr. ab 20.30 Uhr im LIVETICKER) übertragen Eurosport und ZDF. Dieselben Sender zeigen auch die Auftaktbegegnung zur Rückrunde (18. Spieltag) sowie eine Partie vom letzten Spieltag der Hinrunde (17. Spieltag).


Samstags: Die Spiele um 15.30 Uhr laufen wie bislang bei Sky. Maximal achtmal statt bislang sechsmal kann ein Klub kommende Saison das Topspiel am Samstag (18.30 Uhr) bestreiten. Highlight-Clips 40 Minuten nach Ende der Begegnungen zeigt erstmals DAZN.

Im Audiobereich überträgt neben dem ARD-Hörfunk erstmals auch Amazon Music die Bundesliga-Spiele live.

Sonntags: Am Sonntagmorgen zeigt SPORT1 in Hattrick Pur und Bundesliga Pur ab 9 Uhr im Free-TV die Highlights der Freitags- und Samstagsspiele der Bundesliga und Zweiten Liga - gefolgt vom CHECK24 Doppelpass.

Höchstens fünfmal pro Saison werden sonntags bereits um 13.30 Uhr Bundesliga-Spiele angepfiffen, in erster Linie mit Beteiligung von Vereinen, die zuvor in der UEFA Europa League im Einsatz waren. Das zweite Bundesliga-Spiel am Sonntag beginnt um 18 Uhr statt wie bislang um 17.30 Uhr. Auch hier überträgt Sky.

Montags: Maximal fünf Spiele finden montags (20.30 Uhr) statt. Bei RTL Nitro sind am Montagabend alle Begegnungen des Spieltags der Bundesliga und 2. Bundesliga als Zusammenfassung zu sehen.

Die größte Regel-Änderung: der Videobeweis

So funktioniert es: Mit Saisonbeginn sitzt bei jedem Bundesliga-Spiel ein zusätzlicher Video-Schiedsrichter in einem Actionroom in Köln. Er soll den Referee im Stadion unterstützen und kann bei strittigen Toren, Elfmetern, Platzverweisen und Verwechslungen von Spielern zu Rate gezogen werden.


In Absprache mit mindestens einem Supervisor weist der Video-Assistent den Schiedsrichter auf klare Fehler hin, dieser behält aber die letzte Entscheidung. "Der Chef im Ring bleibt weiterhin der Schiedsrichter auf dem Platz", betont Hellmut Krug, DFB-Chefinstruktor im Schiedsrichterwesen, bei SPORT1.

Werden strittige Szenen im Stadion gezeigt? Nein. "Wir werden zunächst keine Bewegtbilder zeigen in den Stadien", erklärt Krug. "Im schlechtesten Fall könnte es sein, dass eine Szene gezeigt wird über eine Videowand und sie ist nicht deutlich genug und es führt zu Verwirrung im Stadion."

Was ist neu bei den Schiedsrichtern? 

In Bibiana Steinhaus kommt erstmals eine Frau an der Pfeife in der Bundesliga zum Einsatz. Auf ihr Debüt muss die Polizistin aus Langenhagen jedoch noch warten. Während in der Bundesliga der 1. Spieltag steigt, leitet sie die Drittliga-Partie zwischen Sonnenhof Großaspach und dem VfR Aalen.


Neben Steinhaus gehören Martin Petersen, Sven Jablonski und Sören Storks dem neuen Elitekader an. Die wegen der Altersgrenze ausgeschiedenen Jochen Drees, Günter Perl und Wolfgang Stark kommen als Video-Assistenten zum Einsatz.

Mit welchem Ball wird gespielt?  

Zum letzten Mal kommt in der Bundesliga der offizielle Spielball "Torfabrik" von adidas zum Einsatz. Markante Kreuze in Türkis mit gelben und schwarzen Elementen zieren das Modell 2017/18.


Für die Wintermonate gibt es ein auffälliges Ausweichdesign in Orange, auf dem das Kreuzmotiv dann statt in Türkis in Lila gehalten ist. Ab der Spielzeit 2018/19 stellt Derbystar den Bundesliga-Spielball.

Was ändert sich an den Trikots?

Erstmals können die Vereine den linken Trikotärmel individuell vermarkten. Die Gesamtfläche für den Aufdruck darf dabei 70 Quadratzentimeter nicht überschreiten, zulässig sind eine Höhe von maximal zwölf Zentimetern und eine Breite von acht Zentimetern.


Der FC Bayern hat aus dieser Regelung gleich Kapital geschlagen und einen Deal mit dem Flughafen Katar geschlossen. Für zehn Millionen Euro tragen die Münchner Spieler dessen Logo ab dem Eröffnungsspiel gegen Bayer Leverkusen (ab 20.30 Uhr im LIVETICKER) auf dem Spielfeld herum.