Videobeweis: Schiri-Boss Fröhlich bedauert und will mehr Klarheit

In der Bundesliga und der Serie A ist der Videobeweis bereits Realität, nun zieht LaLiga nach. Noch diesen Monat kommt er erstmals zum Einsatz.

Nach der neuen Verwirrung um den Videobeweis hat Schiedsrichter-Boss Lutz Michael Fröhlich mit einem neuen Brief an die Bundesliga-Klubs versucht, für mehr Klarheit zu sorgen. Wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Freitagabend mitteilte, bedauere Fröhlich, dass "missverständliche Formulierungen" im Brief der vergangenen Woche für Irritationen gesorgt und Fragen aufgeworfen hätten".

Am Donnerstag hatte der kicker von einem von den Schiedsrichter-Bossen Fröhlich und Hellmut Krug unterzeichneten DFB-Schreiben vom 25. Oktober berichtet, in dem von einer "Kurs-Korrektur" beim Videobeweis die Rede sein soll. Das Schreiben hatte aber für mehr Verwirrung als Klarheit gesorgt und auch DFB-Präsident Reinhard Grindel verärgert. "Dieses Schreiben wurde mit mir nicht abgestimmt", sagte Grindel bei NDR Info: "Ich bin darüber nicht glücklich. Der Schiedsrichter solle weiter "das Sagen" haben und der "Videoassistent kein Oberschiedsrichter" sein."

In der Mitteilung von Freitag stellte Fröhlich klar, dass der Schiedsrichter der hauptverantwortliche Spielleiter sei und die finale Entscheidung treffe. Zudem wurde betont, dass der Video-Assistent eben nur ein "Assistent" und "Helfer des Schiedsrichters" sei. Außerdem liege ein "klarer Fehler" des Schiedsrichters vor, wenn dieser seine Entscheidung nach Betrachtung des Bildmaterials unverzüglich ändern würde.