Videoanalyse: Hertha BSC – Vorsicht Kamera!

Videoanalyst Dominik Wohlert nahm im Trainingslager in Schladming jede Bewegung der Hertha-Spieler auf

Schladming/Berlin.  Eigentlich hätte Dominik Wohlert eine Gefahrenzulage verdient. Während Herthas Profis im Trainingslager Tag für Tag gemächlich auf den Rasen schlenderten, musste der Videoanalyst in schwindelerregende Höhe klettern, um seinen Arbeitsplatz zu erreichen. Zweimal täglich kraxelte er über eine lange, steile Leiter auf das Tribünendach der Schladminger Athletic Area, um Kamera und Stativ aufzubauen. "Wir müssen nun mal immer von oben filmen", sagt er gefasst, "nur so hat man alle Spieler im Blick."

Gegneranalyse, Spielszenen und Trainingserfassung

Wertgeschätzt wird Wohlert (23) bei Hertha nicht nur wegen seines Wagemuts, sondern vor allem wegen seiner detailversessenen Arbeit. "Die Videos sind sehr wertvoll für uns", sagt Co-Trainer Rainer Widmayer, der gern als Herthas Taktik-Nerd dargestellt wird: "Dominik macht vieles sichtbar, was sonst schnell untergeht." Mittlerweile schaut sich Widmayer täglich neue Sequenzen an, weil Wohlert ständig Nachschub liefert. Seit dieser Saison filmt er jede einzelne Übungseinheit und liefert damit einen Beitrag zu Herthas viel diskutiertem Digitalisierungsprozess. Jener wird in der öffentlichen Wahrnehmung zumeist in sozialen Netzwerken verortet, findet aber auch in der Trainingsarbeit statt.

Wohlert, einst Spieler in Herthas Nachwuchs und Sohn von Scout Torsten Wohlert, ist dabei fast jeden Tag im Einsatz. Grob lässt sich sein Aufgabenspektrum in drei Bereiche aufteilen: in die Gegneranalyse vor einer Partie, die Aufbereitung von Spielszenen (zur ...

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