Videüberwachung: Bündnis sammelt am Alex Unterschriften für mehr Sicherheit

Tina K. und Ex-Justizsenator Thomas Heilmann (CDU) bei der Unterschriftenaktion für mehr Videoaufklärung am Alexanderplatz

"Nein, Videokameras auf dem Alexanderplatz hätten den Tod meines Bruders Jonny vermutlich nicht verhindern können", sagte Tina K. am Freitag auf dem Alex. "Aber Videoaufzeichnungen der Tat hätten belegen können, wer von den sechs Angeklagten zugeschlagen, wer ihn getreten und wer sich zurückgehalten oder wer den Täter nicht davon abgehalten hat. Mit deutlichen Beweisen wäre die Verurteilung möglicherweise härter ausgefallen."

Jonny K. wurde vor fünf Jahren, in der Nacht zum 14. Oktober 2012, auf dem Alexanderplatz in Mitte zu Tode geschlagen. Sechs junge Männer mussten sich später vor Gericht verantworten. Sie wurden wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu Strafen zwischen viereinhalb Jahren und zwei Jahren und drei Monaten verurteilt. Wer auf den 20-Jährigen eingetreten hat, als er schon am Boden lag, konnte nie eindeutig bewiesen werden. Fünf Jahre nach der Tat gilt der Alexanderplatz trotz Kontaktmobil und einzelner Maßnahmen noch immer als Schwerpunktort für Kriminalität und gewalttätige Auseinandersetzungen.

Gewerkschaft der Polizei unterstützt Aktionsbündnis

Nur ein Grund für die Gewerkschaft der Polizei (GdP) das Aktionsbündnis für mehr Videoaufklärung und Datenschutz am Freitag mit einer Unterschriftenaktion auf dem Alexanderplatz zu unterstützen. Mehr als 200 Unterschriften sammelte die GdP in knapp zwei Stunden.

Thomas Heilmann (CDU), ehemaliger Justizsenator und Initiator des Aktionsbündnisses, GdP-Vorstandsmitglied Steve Feldmann und Bernd Mas...

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