Vidal hofft auf Deutschland - Bravo hält «sensationell»

Die Chilenen feierten ihren Torwart Claudio Bravo. Foto: Dmitri Lovetsky

Deutschland, keine Frage! Seinen Lieblingsgegner für das Endspiel beim Confed Cup hatte Arturo Vidal nach dem verrückten Elfer-Krimi gegen Portugal schnell auserkoren.

«Mit Deutschland hatten wir beim 1:1 ein sehr intensives Spiel. Wir hoffen, dass wir auch im Finale auf sie treffen - so wie ich es mit (Joshua) Kimmich abgesprochen habe», sagte der Profi des FC Bayern bester Laune weit nach Mitternacht in Kasan.

Die Chilenen legten mit dem 3:0 im Elfmeterschießen gegen Europameister Portugal und den glücklosen Cristiano Ronaldo vor. Nun muss der Weltmeister mit Vidals Münchner Teamkollege Kimmich im zweiten Halbfinale gegen Mexiko am Donnerstag (20.00 Uhr) in Sotschi nachziehen, um nach dem 1:1 im Gruppenspiel erneut auf den Südamerikameister zu treffen.

Gefeierter Held bei Chile war Torwart Claudio Bravo, der alle drei portugiesischen Elfmeter von Ricardo Quaresma, João Moutinho und Nani entschärfte. «Beeindruckend, sensationell», schwärmte der frühere Hamburger Marcelo Diaz über den Keeper von Manchester City. «Er ist ein Torhüter, der einer der besten in der Welt ist, wie er schon seit langer Zeit demonstriert.» Schon bei den beiden Copa-América-Finaltriumphen 2015 und 2016 hatte Bravo jeweils gegen Argentinien im Elfmeterschießen entscheidend pariert.

Am Mittwochabend war Weltfußballer Cristiano Ronaldo, der wohl als fünfter Schütze der Portugiesen antreten sollte, durch Bravos Können zur Tatenlosigkeit verurteilt. Kurz vor ein Uhr rauschte Portugals Kapitän an der Seite eines Betreuers wortlos hinaus in die Kasaner Nacht. «Es ist meine Verantwortung, ich habe die Spieler ausgesucht, die schießen», sagte Trainer Fernando Santos.

Beim zuvor letzten Elfmeterschießen von Portugal im EM-Viertelfinale gegen Polen hatte Ronaldo noch angefangen, João Moutinho, Nani und Ricardo Quaresma verwandelten damals sicher. «Sie waren Helden gegen Polen», sagte Santos, der gegen Chile alle drei Routiniers einwechselte. «Es gab für mich deshalb nichts zu überlegen.»