"Victoria's Secret"-Engel kritisieren Modelabel in offenem Brief

(dms/spot)
"Victoria's Secret"-Models bei einer Fashion-Show des Modelabels in Paris 2016 (Bild: Shutterstock/Sky Cinema)

Nachdem die "New York Times" vor Kurzem in ihrem Artikel "Engel in der Hölle" von den besorgniserregenden Zuständen beim Dessous-Label "Victoria's Secret" berichtet hatte, folgt nun der nächste Schritt.

Insgesamt 100 Supermodels haben sich erneut in einem offenen Brief an das Unternehmen und CEO John Mehas gewendet, um ihren Ärger deutlich zu machen. Die Frauen kritisieren "die intensive Vergeltung, mit der 'Victoria's Secret' diejenigen zum Schweigen bringt, die Fehlverhalten gemeldet haben" und bringen eindeutig zum Ausdruck: "Der Missbrauch wurde weggelacht".

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Dieser sei laut "New York Times" bei der Unterwäschemarke "noch ungeheurer und fester verwurzelt als bisher angenommen". Der Chef der Modelinie, Leslie "Les" Wexner (82), soll über Jahre den Missbrauch und die sexuelle Gewalt gegen die Models ignoriert und das Label mit einer "Kultur von Frauenfeindlichkeit, Mobbing und Belästigung" geführt haben.

Diese Zustände haben die "Victoria's Secret"-Engel bereits vor fünf Monaten angeprangert, in dem sie klare Forderungen an die Marke gestellt hatten, um die Frauen besser vor Sexismus und Übergriffen zu schützen. "Victoria's Secret" habe das aber ignoriert.

"Victoria's Secret" nimmt Beschwerden nicht ernst

Der Brief, den Supermodels wie Christy Turlington (51), Gemma Ward (32) sowie Amber Valletta (45) unterschrieben, wurde auf der Seite der "Model Alliance" veröffentlicht.

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Die Organisation für Interessenvertretung in der Modebranche machte erneut auf die Problematik aufmerksam, "doch es wurde klargestellt, dass 'Victoria's Secret' diese Beschwerden nicht ernst nimmt. In einer Folge-E-Mail teilte man uns mit, dass 'Victoria's Secret' nicht bereit sei, konkrete Schritte zu unternehmen, um den Anschuldigungen entgegenzutreten".

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